SYLTER RUNDSCHAU
Fotograf zwingt NOB nach Sylt zur Vollbremsung
Niebüll. Zugfahrgäste brauchten am Sonntag und Montag etwas Geduld: Wegen eines angeblichen Gleisbruchs und eines ambitionierten Fotografen verspäteten sich einige Züge.
Sonntagmorgen musste der Lokführer der Nord-Ostsee-Bahn an einem Bahnübergang bei Niebüll eine Schnellbremsung einleiten, weil sich ein Mann im Gleisbereich aufhielt. Der Zug kam knapp 100 Meter vor dem Mann zum Stehen, Reisende im Zug wurden dabei nicht verletzt. Der Mann fuhr mit seinem Auto weg, dessen Kennzeichen sich der Lokführer notierte und die Bundespolizei informierte. Eine Streife stellte den 69-Jährigen, der angab, Fotos des herannahenden Zuges bei Sonnenaufgang gemacht zu haben. Er war sich nicht über die Lebensgefahr im Klaren, denn die Züge verkehren dort mit bis zu 100 km/h. Gegen den Mann wurde Strafanzeige wegen gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr gestellt.
Am Montag ging von 7.40 bis 8.20 Uhr auf Höhe Lehnshallig nichts mehr: Insgesamt neun Züge verspäteten sich, weil ein Gleisbruch auf der Strecke vermutet wurde, aufgrund auffälliger Geräusche. Nach einer Kontrolle der Schienen, wurde die Strecke wieder freigegeben.
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