SYLTER RUNDSCHAU

 

Schleswig/Kolding

Ein Wirtschaftsnetz über die Grenze

07. Februar 2012 | 03:30 Uhr | Von Claudia Knauer

Die Blätter der Windmühlen: Die Aluminium-Wirtschaft will untersuchen, ob sie bei der Produktion ins Geschäft kommen kann. Foto: grafikfoto.de

Start für Interreg-Projekt InTra-Net: Dänische und deutsche Branchen-Netzwerke schließen sich zusammen

Schleswig / Kolding. Deutsche und dänische Netzwerke in der Wirtschaft - auf Neudeutsch Cluster genannt - haben sich in Schleswig zum ersten Mal getroffen, um eine Zusammenarbeit über die Grenze hinweg auszuloten. Ziel des Interregprojekts InTra-Net, was für "Innovation in Transnational Networks" steht, ist es, innerhalb von knapp einem Jahr mindestens vier konkrete Zusammenarbeitsprojekte auf die Beine zu stellen, wie Projektleiterin Louise Fenger Lauridsen erläuterte. Hinter InTra-Net stehen die dänische "Klyngeakademi REG X" mit Sitz in Kolding und die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig Holstein GmbH (WTSH).

Beim Treffen in Schleswig waren Cluster unter anderem aus den Bereichen Aluminium- und Plastik-Verarbeitung, Ernährung und Design aus Süddänemark und Schleswig-Holstein dabei. Für Michael Nedergaard vom AluCluster hat sich dabei eine konkrete Option eröffnet. "Auf dem Workshop in Schleswig haben wir CEwind getroffen. Unsere gemeinsame Idee, Windmühlenflügel aus Leichtmaterialien zu entwickeln, nimmt Gestalt an. Wir wollen jetzt konkret diese Idee realisieren, in der wir großes Potenzial sehen."

Eine weitere enge Kooperation wurde zwischen dem Nahrungsmittelcluster KNE und dem dänischen Stålcentrum vereinbart. Dieses Cluster steht für Maschinen zur Herstellung von Lebensmitteln. "Wir sind begeistert von den Projektideen. Insgesamt sind es bisher 16", so Louise Fenger Lauridsen. Das nächste Treffen ist im Mai geplant. Außerdem gibt es sogenannte Feierabendtreffen und ein "Matchingevent" im Oktober, auf dem Bilanz gezogen wird.

Die Projektteilnehmer im deutsch-dänischen Grenzland sprechen Englisch miteinander, wie Louise Fenger Lauridsen verriet. Das sei üblich, wenn man sich als Cluster international aufstelle. "Damit gibt es keine Probleme", versicherte die Projektleiterin.


 

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