STORMARNER TAGEBLATT

 

Kooperation gescheitert

03. September 2010 | 04:40 Uhr | Von st

Bad oldesloe. Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Umweltausschuss des Kreises Stormarn einstimmig beschlossen, die im Kreis getrennt erfassten biogenen Abfälle (Biotonne) künftig einer energetischen Nutzung, der Vergärung, zuzuführen und das Abfallwirtschaftskonzept bei seiner nächsten Fortschreibung entsprechend zu ändern.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Südholstein (AWSH) wird beauftragt, dieses Ziel schnellstmöglichst umzusetzen und dabei zu gewährleisten, dass die Entsorgung der Bioabfälle ortsnah vorgenommen wird. Das Angebot der Stadtreinigung Hamburg zum Abschluss einer interkommunalen Kooperation zur Entsorgung der biogenen Abfälle aus dem Kreisgebiet wurde nicht angenommen.

Schon seit Monaten beschäftigt sich der Umweltausschuss des Kreises mit der Frage, ob die im Kreisgebiet rund 18 000 Megagramm (Mg) anfallenden Bioabfälle mit einem innovativen Verfahren behandelt und verwertet werden sollen. Während diese Abfälle bisher in den Kompostwerken Bützberg (4500 Mg/Jahr) und Trittau (13 500 Mg/Jahr) behandelt werden, ist nunmehr zur Gewinnung von Energie eine Vergärung der Abfälle geplant. Hierbei entsteht Methangas, ähnlich wie bei den landwirtschaftlichen Biogasanlagen, das thermisch verwertet wird. Die Berechnungen haben ergeben, dass durch die Vergärung der Bioabfälle und Verwertung des entstehenden Gases eine

CO2-Gutschrift von rund 1800 Mg jährlich zu erzielen ist. Gegenüber dem heutigen Kostenniveau bei der Kompostierung der Bioabfälle wird es im Kreis Stormarn zu einer starken Reduzierung der Kosten kommen, da die Preise in den letzten Jahren aufgrund auch veränderter Technik erheblich gefallen sind. Der Vertrag zur Anlieferung an das Kompostwerk Bützberg kann zum 31. Dezember 2015 und der zum Kompostwerk Trittau zum 31. Dezember 2012 beendet werden.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Südstormarn wird die Entsorgung von Bioabfällen mit der Vorgabe Vergärung in der nächsten Zeit europaweit ausschreiben. In der Ausschreibung werden auch die Bioabfälle aus Herzogtum Lauenburg berücksichtigt werden. Das Angebot einer Zusammenarbeit mit der Stadtreinigung Hamburg wurde vom Ausschuss nicht angenommen, da keine wirtschaftlichen Vorteile erkennbar waren und die Lage der Anlage in Bützberg eine Zusammenarbeit mit dem Kreis Herzogtum Lauenburg bei der Entsorgung der Bioabfälle nicht ermöglicht hätte. Die Anlage liegt am Rande des Kreises Stormarn und der Transport vom Kreis Herzogtum Lauenburg ist nicht mehr wirtschaftlich darstellbar. Es wird erwartet, dass die neue Anlage Ende 2012 in Betrieb gehen wird.


 

Leserkommentare

 


Lokalausgabe wählen

 

Was suchen Sie?

z.B. "Hotel", "Software", "Müller"

Wo suchen Sie?

z.B. "Flensburg" , "Rote Str."

Wen suchen Sie?

z.B. "Hotel", "Software", "Müller"

Wo suchen Sie?

z.B. "Flensburg" , "Rote Str."

 
INSTITUT50PLUS
Lebendig leben...
Angebote für eine aktive Lebensgestaltung
 
HÄUFIG GELESEN

Drei Tote bei Verkehrsunfällen im Norden

Drei Menschen sind am Donnerstag bei Verkehrsunfällen in Hamburg und Schleswig-Holstein ums Leben ...mehr

 
 


KONTAKT | IMPRESSUM | AGB | DATENSCHUTZ