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Feuerwehr Barkhorst: Aus nach 112 Jahren!

06. Oktober 2010 | 03:00 Uhr | Von Jens Burmester

Im Januar nahm Heiko Körner (re) noch Gratulationen zu seiner Wiederwahl an.

Barkhorst. Ist die Freiwillige Feuerwehr Barkhorst nach 112 Jahren nur noch Geschichte? Mit acht zu vier Stimmen beschlossen die Kameraden der Ortswehr auf einer extra anberaumten Dienstversammlung am Montagabend ihre Auflösung. Das endgültige Aus ist das aber noch nicht, denn in einer weiteren Abstimmung, die frühestens in vier Wochen erfolgen kann, muss dieses Ergebnis noch einmal bestätigt werden. Auch dafür ist eine zwei Drittel-Mehrheit der anwesenden Wahlberechtigten notwendig.

Bis zum Schluss hatten Bürgermeister Harald Lodders, Amtswehrführer Christian Rieken und Amtsvorsteher Peter Lengfeld versucht, auf die Kameraden zuzugehen und das Ende abzuwenden. Dabei wiesen sie auch auf die Folgen einer Auflösung der Ortswehr hin.

Von den 19 aktiven Kameraden waren trotz dieser wichtigen Entscheidung nur zwölf gekommen, unter ihnen auch der im Mai zurück getretene Wehrführer Heiko Körner. Der war im Januar mit 100 Prozent der Stimmen als Wehrführer bestätigt worden, gab das Amt aber nur vier Monate später ab. Mit ihm traten auch der stellvertretende Wehrführer und der Gruppenführer zurück.

Wenn jetzt 112 Jahre Feuerwehrgeschichte zu Ende gehen, habe es nicht an der Gemeinde gelegen, erklärte Bürgermeister Harald Lodders zu Beginn der Sitzung. Beide Wehren der Gemeinde, Lasbek-Ort und Barkhorst, seien immer gleich behandelt worden. Doch der "Ist-Zustand" könne so nicht bleiben. Einige Barkhorster Feuerwehrkameraden werden bei einer Auflösung wohl ihren Dienst in Lasbek verrichten. Dort wird es dann ebenfalls Änderungen geben müssen. Wehrführer Norbert Kölln und sein Vorstand müssten neu gewählt werden, da man dann nicht mehr eine Orts-, sondern die Gemeindewehr wäre.

Was bei einer Auflösung mit dem 42 Jahre alten Löschfahrzeug der Barkhorster Wehr geschieht, ist offen. Das Löschfahrzeug ist nach einer Renovierung "top in Schuss" und darf sogar mit dem alten Führerschein der Klasse drei gefahren werden.

Peter Schütt, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes in Kiel : "Ich kenne die Verhältnisse in Barkhorst nicht, aber grundsätzlich tritt der Landesverband für den Erhalt der Feuerwehren im Land ein. Wir brauchen ein flächendeckendes Netz in unserem Land."


 

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