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Das LF 16: Es sieht aus wie neu und ist es eigentlich auch

07. Januar 2009 | Von mg

Zwar in wesentlichen Teilen schon 27 Jahre alt, nach Generalüberholung, Neulackierung und Zusatzausrüstung jedoch "wie aus dem Ei gepellt" einsatzbereit: Das "neue, alte" Löschfahrzeug LF 16.

Elmenhorst. Als "langen und steinigen Weg" bezeichnete Oberbrandmeister Bernd Fritz, Orts- und Gemeindewehrführer in Elmenhorst, die ungewöhnliche Beschaffungsmaßnahme für ein Einsatzfahrzeug der mitgliederstärksten Wehr im Amt Bargteheide-Land. Das LF 16 Baujahr 1981 ist lediglich den Fahrzeugpapieren nach ein "Oldtimer". Nach vielen Einsatzjahren bei der Feuerwehr Hamburg ausgemustert macht der 10-Tonner Mercedes 1019 mit Allrad-Antrieb und Bachert-Feuerwehraufbau nach technischer und optischer Generalüberholung in Parchim jetzt einen absolut neuwertigen Eindruck.

Erforderlich geworden war die Beschaffungsmaßnahme aus Sicht der Ortswehr Elmenhorst, weil das knapp 14 Jahre alte LF 8/6 insbesondere durch zusätzliche technische Rettungsmittel inzwischen überladen war. Für die zweite Ortswehr in Elmenhorst - die Freiwillige Feuerwehr Fischbek - hatte die Gemeindevertretung im abgelaufenen Jahr die notwendige Ersatzbeschaffung für deren 26 Jahre altes LF 8 eingeleitet, das über keinen Löschwassertank verfügt. Etwa zum Frühjahr 2010 soll ein neues Löschfahrzeug LF 10/6 in Fischbek zur Verfügung stehen.

So gaben die Gemeindefinanzen für ein ergänzendes Fahrzeug bei der FF Elmenhorst lediglich 20 000 Euro her. Die Wehr wurde nach längerer Suche im Herbst 2008 bei dem "Wiederaufrüster" in Parchim fündig. Aus rund 10 000 Euro zweckgebundenen Spenden von Privatpersonen und Firmen aus Elmenhorst und Umgebung, ließ die Wehr neben der Neulackierung des LF 16, einem Notstromaggregat, vier Atemschutzgeräten und dem Fahrzeug-Funkgerät weitere technische Geräte wie Seilzug, Frontblitzer und rückwärtigen "Triblitz" zur Eigensicherung bei Verkehrsunfällen einbauen. Die Ersatzbeschaffung von hydraulischem Rettungs- und Bergungsgerät (Schere und Spreizer) durch die Gemeinde soll erst im Lauf der kommenden Monate folgen, Kostenpunkt: rund 15 000 Euro.

Nach diesem ungewöhnlichen finanziellen Kraftakt hoffen die Ortswehr Elmenhorst als auch die Gemeinde, dass jetzt mindestens für ein Jahrzehnt Ruhe an der "Beschaffungsfront" einkehrt. Einig sind sich Ortswehrführer Bernd Fritz und Amtswehrführer Hans Kunde (Hammoor) darin, dass dieses Beschaffungsverfahren nicht zur Nachahmung geeignet ist und folglich die Ausnahme bleiben müsse.


 

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