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Datenautobahn auf dem Dorf

Megabytes dank der Stadtwerke

14. Januar 2012 | 04:50 Uhr | Von Dirk Gusick

Schnelles Internet für Travenbrück, Lasbek und Pölitz

Travenbrück / Lasbek / Pölitz. Die Bürger in den drei Gemeinden Travenbrück, Lasbek und Pölitz können sich wieder Hoffnungen auf eine Versorgung mit schnellem Internet machen. Nachdem mvox und zuletzt auch LüneCom nicht in die Puschen kamen sollen nun die Vereinigten Stadtwerke die Megabytes auf die Dörfer bringen. Allerdings werden dafür keine öffentlichen Zuschüsse fließen und es bedarf einen neuen Beschluss der drei Gemeinden.

Zunächst sollte das Unternehmen mvox aus Bayern die drei Gemeinden mit salonfähigem Internet versorgen. Dafür standen auch rund 200 000 Euro an Zuschüssen bereit. Die Gemeinden hätten zusammen einen Eigenanteil von insgesamt 65 000 Euro aufbringen müssen. Allerdings klappte das alles nicht so, wie mvox es sich vorgestellt hatte. Auch nicht als die Firma Ericsson Deutschland als Spezialist für Funk-Datenübertragung mit ins Boot geholt wurde. An mvox wurde seinerzeit schon ein Betrag von 104000 Euro gezahlt.

Dann sollte LüneCom das Erbe von mvox antreten. Es wurde auch intensiv geplant aber die Verhandlungen mit der Investitionsbank zogen sich in die Länge. Zwischenzeitlich gab es dann seitens der Gemeinden schon Gespräche mit den Vereinigten Stadtwerken, die derzeit ein Glasfasernetz auf dem Lande aufbauen. Das Internet über Glasfaserverbindungen ist wesentlichen schneller als die bisher für die unterversorgten Gemeinde angedachte Breitbandversorgung.

Geplant ist von den Vereinigten Stadtwerken im Jahre 2013 mit der Erschließung der drei Gemeinden zu beginnen. Allerdings bedarf es dazu eine Anschlussquote von derzeit 55 Prozent, damit es sich für die Vereinigten Stadtwerke auch rentiert. Dazu sollen in den Herbstmonaten in den Gemeinde entsprechende Informationsveranstaltungen für die Einwohner stattfinden.

Zunächst müssen die Gemeinden aber entscheiden, ob sie den neuen Weg einschlagen wollen. Dazu werden sich die drei Gemeindevertretungen am Donnerstag, 19. Januar, um 19.30 Uhr zu einer gemeinsamen Sitzung im Gemeinschaftshaus in Pölitz treffen. Sollten sie sich für die Vereinigten Stadtwerke entscheiden, dann müssten die bisher in die Gemeinden geflossenen Fördermittel zurückgezahlt werden und es würde das Aus für die LüneCom-Lösung bedeuten.


 

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