STORMARNER TAGEBLATT
Stadtansichten im Gutshaus
Farbenprächtiges Berliner Wahrzeichen: Das Brandenburger Tor, wie es Künstler Andreas Mattern sieht. Foto: st
Glinde. Der international bekannte Berliner Kunstmaler Andreas Mattern präsentiert ab 2. Februar im Gutshaus Glinde eine exquisite Auswahl seiner Werke. Die Ausstellung "Hamburg - New York - Berlin" wird an dem Donnerstag um 19.30 Uhr im Kaminraum des Gutshauses eröffnet. Nach der Begrüßung durch Silke Löbbers von der Sönke-Nissen-Park Stiftung stellt Kirsten D. Milke vom Kunstverein Glinde Andreas Mattern vor.
Seit 25 Jahren gehören Städte zum bevorzugten Thema des seit 1963 in Berlin lebenden und arbeitenden bildenden Künstlers. Venedig, Hamburg, New York, Dresden, München, Paris, London, Wien, Regensburg, natürlich Berlin und viele Städte mehr gehören zu Matterns geschätzte Stadtmotive. Jede Stadt wird für den gebürtigen Schweriner durch eine oder mehrere Besonderheiten geprägt. Sei es zum Beispiel Hamburgs Nähe zum Wasser, Wiens Lebensart und New Yorks erschlagende Einmaligkeit, Geschäftigkeit und Superlative. Und immer wieder Berlin, sein Lebensmittelpunkt.
Mattern liebt quirlige Großstädte, geht gern dorthin, wo das Leben brodelt. Das, was er dabei aufnimmt, speichert der Kunstmaler, lässt individuelle Wirklichkeiten zu inneren Bildern gerinnen und versteht es, seine Bilder zu fantastischen Seelenstadtland schaften werden zu lassen.
Die Aquarelle sind nicht abstrakt, sondern konkret, sind nicht zart und atmosphärisch, sondern kraftvoll und zupackend. Der Blick auf seine Stadtlandschaften wird nicht durch Menschengewimmel versperrt, sondern gezielt und mit selbstbewusstem Spiel zum Mittelpunkt der Bildaussage gezogen. Er verändert Perspektiven und Distanzen. So gelingt eine Betrachtung des Motivs, die eine Fotografie nie zulassen würde.
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