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Rücksichtslose Falschparker

10. Februar 2012 | 04:40 Uhr | Von Frauke Schlüter-Hürdler

Besonders dreist verhalten sich die Zulieferer: Sie parken einfach auf dem Gehweg der Ahrensböker Straße. Foto: fsh

Gehwege durch Fahrzeuge versperrt / Gefahr für Fußgänger / Reinfelderin empört

Reinfeld. "Täglich erlebe ich es in Reinfeld, dass Autos und Kleintransporter auf dem Gehweg parken", empört sich Petra Janys. Die zweifache Mutter bringt jeden Morgen ihre Tochter zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Kindergarten. Ihr Sohn geht in die erste Klasse der Matthias-Claudius-Schule. "Unsere Kinder sind durch das rücksichtslose Verhalten einiger Falschparker extrem gefährdet", sagt sie.

Seit geraumer Zeit beobachtet die Reinfelderin, dass Gehwege durch Fahrzeuge versperrt werden. Es könne nicht sein, dass die Fußgänger behindert und zeitweise sogar auf die Straße ausweichen müssten und so schnell in Gefahr gerieten. "Mir scheint, als findet die StVO in Reinfeld in diversen Straßen keine Anwendung. Viele Autofahrer behindern und gefährden offensichtlich lieber die Fußgänger - also Kinder, Mütter mit Kinderwagen oder ältere Bürger mit Gehwagen - als den fließenden Straßenverkehr durch ein haltendes oder parkendes Fahrzeug warten lassen zu müssen."

Besonders dreist parken die Zulieferer die Gehwege voll. Petra Janys hat bereits an den Paketdienst DPD einen Beschwerdebrief geschickt, erhielt die lapidare Antwort, dass dieses Verhalten der Paketzusteller natürlich eine Ordnungswidrigkeit sei und man diese auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen würde. "Das ist alles nur heiße Luft", so Janys. "Sicherlich ist da bisher nichts weiter geschehen." Auch einen Brief an die Stadt Reinfeld hat die empörte Mutter bereits im November verfasst. Von dort erhielt sie die Antwort, dass man ihr Anliegen in die Parkraumüberwachung aufnehmen und die Polizei bitten würde, vermehrt auf die Ordnungswidrigkeit zu achten.

"Ich sehe mehrmals täglich Wagen, die halb auf dem Gehweg stehen", betont Janys - und das vor allem in der Ahrensböker Straße, am Marktplatz und in der Jahnstraße. Wege, die die Kinder zur Schule nehmen. Besonders in der zu Schulbeginn und -ende stark befahrenen Ahrensböker Straße kommt es täglich zu Verkehrsbehinderungen. Nicht nur die immer noch nicht sanierte Buckelpiste ist ein Ärgernis, sondern auch die am Rand parkenden Fahrzeuge, die Abbiegern aus der Neuhöfer Straße die freie Sicht auf die Fahrbahn verstellen. "Es kommt häufig vor, dass durch die schwierige Situation in der Ahrensböker Straße der Gehweg sogar als Fahrbahn benutzt wird", hat Petra Janys Angst um Fußgänger.

Wenn dann noch die Schulbusse um die Ecke biegen, sich an den parkenden Wagen vorbei zwängen und sich auf dem gegenüberliegenden Gehweg noch ein Falschparker befindet, geht gar nichts mehr. Nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Fußgänger eine gefährliche Situation. Die Reinfelderin wünscht sich, dass Falschparker sich der Gefahr für Fußgänger bewusst werden und dass die Stadt eine Lösung für diesen Missstand findet.


 

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