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Europawahl-Nachlese: Konservative in zwölf Bezirken vorn

09. Juni 2009 | Von dj

Schleswig. 31 Parteien warben um die Gunst der Bürger - selten zuvor war ein Stimmzettel länger als bei der Europawahl am vergangenen Sonntag. Doch nur sechs Parteien brachten es in Schleswig auf jeweils mehr als ein Prozent der Stimmen: die CDU (36,6 Prozent), die SPD (28,2), die Grünen (13,6), die FDP (10,4), die Linke (3,8) und die Tierschutzpartei (1,1).

Damit kam die große Mehrheit der angetretenen Parteien nicht über den Status der Bedeutungslosigkeit hinaus. Darunter zählen unter anderem die Republikaner, bei denen 15 Schleswiger ihr Kreuzchen machten. Das entspricht einem Anteil von 0,3 Prozent. Fast genauso erfolglos war die DVU, für die 29 Bürger votierten (0,5 Prozent).13 Parteien erhielten weniger als zehn Stimmen - zum Beispiel die "Christliche Mitte", die "für ein Deutschland nach christlichen Geboten" eintritt, oder die Bayernpartei. Das schlechteste Ergebnis aller angetretenen Parteien fuhr die "PSG" ein. Der "Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale" gab kein Schleswiger seine Stimme.

Die Wahlbeteiligung lag in Schleswig bei 30,9 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. In den 15 Schleswiger Wahlbezirken gab es mit Blick auf die Wahlbeteiligung zum Teil deutliche Unterschiede. Die meisten Bürger gingen im Bezirk 9 (Schule Nord) zur Wahl. Hier gaben 37,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Das geringste Inter esse registrierte die Stadt im Bezirk 4 (Klinkerhof). Hier suchte nur jeder fünfte Bürger das Wahllokal auf (19,4 Prozent).

Der Wettstreit zwischen den beiden großen deutschen Volksparteien ging zugunsten der CDU aus. Sie ging in zwölf Bezirken als Sieger hervor, in drei Fällen mit einem zweistelligen Prozentabstand vor der SPD. In zwei Bezirken erreichten die Christdemokraten sogar ein Ergebnis jenseits der 40-Prozent-Marke: im Bezirk 2 (Gallbergschule) mit 41,1 Prozent und im Bezirk 12 (Haus der Arbeiterwohlfahrt) mit 40,2 Prozent. Lediglich in zwei Wahllokalen (Bezirk 7 und 8, beide Hjort-Lorenzen-Schule) ergab die Auszählung einen Sieg der Sozialdemokraten mit jeweils fünf Prozentpunkten vor der CDU. Einen Stimmengleichstand stellte der Wahlvorstand im Bezirk 5 (Kindergarten Stadtfeld) fest. Hier erhielten CDU und SPD jeweils 96 Stimmen, was einem Prozentwert von 33,6 entspricht.


 

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