SCHLESWIGER NACHRICHTEN

 

Grundwasserschutz

Verantwortung fürs Grundwasser

02. Februar 2013 | 00:10 Uhr | Von cth


Ortsvertrauensleute und Bezirksbauernverband: (v.l.) Bernd Hansen, Kai Matthiesen, Karen Franzen, Andreas Thomsen, Ralf Schmidt, Rüdiger Andresen, Hans Thomsen, Heiko Gottburg und Arndt Folkers. Foto: Thordsen

Ortsvertrauensleute und Bezirksbauernverband: (v.l.) Bernd Hansen, Kai Matthiesen, Karen Franzen, Andreas Thomsen, Ralf Schmidt, Rüdiger Andresen, Hans Thomsen, Heiko Gottburg und Arndt Folkers. Foto: Thordsen

Die Mitgliederversammlung des Bezirksbauernverbandes beschäftigte sich mit dem Thema Düngung. "Pilotmaßnahmen" seitens der Landwirtschaftskammer wurden eingesetzt.

Sollerup. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Bezirksbauernverbandes Jörl in Sollbrück stand die Vorstellung der Gewässerschutzberatung zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie. Sie hat zum Ziel, alle Oberflächengewässer und das Grundwasser in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu überführen. Die Landwirtschaftskammer berät daher Landwirte zum Grundwasserschutz. Dazu begrüßte Vorsitzende Karen Franzen Klaus-Dieter Schlüter und Carina Wilken von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Wie Wilken ausführte, erfüllt etwa die Hälfte der "Grundwasserkörper" in Schleswig-Holstein nicht die geforderten chemischen und ökologischen Anforderungen. Um eine Änderung herbeizuführen, werden sechs sogenannte "Pilotmaßnahmen" seitens der Landwirtschaftskammer angeboten und in die Praxis umgesetzt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer optimalen Düngung und Bewirtschaftung der Felder. Landwirte erhalten die Möglichkeit, freiwillig Grundwasser schonende Maßnahmen in der Praxis zu erproben mit dem Ziel, den Einsatz von Wirtschaftsdünger und Gärresten zu optimieren und somit Nährstoffausträge so weit wie möglich zu minimieren.

Über 200 Betriebe aus dem Beratungsgebiet "Schleswigsche Vorgeest" beteiligen sich seit 2008 an den verschiedenen Pilotprojekten mit der Möglichkeit, über mehrere Jahre die Effektivität unterschiedlicher Maßnahmen zu verfolgen. Dabei nehmen die Landwirte Proben ihres Düngers (wie Gülle, Substratreste oder Mist), die dann im Labor auf ihren Nährstoffgehalt untersucht werden. Mit Hilfe des Ergebnisses kann der Landwirt seine Düngung bedarfsgerecht planen.

Wie Karen Franzen ausführte, müsse die Nährstoffproduktion in der Landwirtschaft der Zukunft so gestaltet werden, dass die Landwirte damit leben können und die Bevölkerung Nahrungsmittel ohne Bedenken kaufen kann.

Die Bezirksvorsitzende stellte die neugewählten Ortsvertrauensleute vor. Gewählt wurden für Sollerup/Süderhackstedt Ralf Schmidt, und Rüdiger Andresen, für Jörl Hans Thomsen, und Heiko Gottburg sowie für Janneby Kai Matthiesen und Andreas Thomsen. Den Bezirksbauernverband Jörl, bestehend aus drei Ortsverbänden, vertreten Karen Franzen, Bernd Hansen, und Arndt Folkers.


 
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