SCHLESWIGER NACHRICHTEN
Kapazitätsprobleme
Neue Tagespflegegruppe
Die Kinder fühlen sich wohl im Kindergarten Struxdorf. Deshalb ist die Einrichtung ausgebucht und muss zeitweise ihre Kapazität über eine Tagespflegegruppe erhöhen. Foto: Kuhl
Struxdorf. Mit der Einrichtung einer Tagespflegegruppe will der Kindergarten Struxdorf Kapazitätsprobleme im nächsten Kindergartenjahr überbrücken. Der Kindergarten hat in seinen Trägergemeinden Schnarup-Thumby, Struxdorf und Uelsby sowie darüber hinaus einen guten Ruf. Dementsprechend ist die kleine pädagogische Einrichtung gut ausgebucht. In der Regelgruppe werden mit einer Ausnahmeerlaubnis bis zu 25 Kinder betreut. Und auch die altersgemischte Gruppe ist mit zehn Kindern - davon acht unter drei Jahren - voll besetzt. Die vier pädagogischen Kräfte sind mehr als ausgelastet.
Für das neue Kindergartenjahr wurden sieben neue Kinder angemeldet und nur drei werden den Kindergarten Richtung Schule verlassen. Grund genug für Pastor Christoph Tischmeyer den Kindergartenausschuss zusammenzurufen und nach Lösungen zu suchen. Da der Kapazitätsengpass sich langfristig wieder auflösen wird, wollte man keine dritte Gruppe eröffnen. Stattdessen wird im Konsens mit den Trägergemeinden und dem Elternbeirat in den bereits vorhandenen Räumen des Kindergartens eine Tagespflegegruppe eingerichtet. Dort können unter Leitung einer sozialpädagogischen Assistentin mit einer Dreiviertelstelle weitere fünf Kinder von 7.30 bis 14 Uhr betreut werden.
Die Mehrkosten für die Kommunen, die nach Zahl der betreuten Kinder aufgeteilt werden, belaufen sich dabei auf 3100 Euro in diesem und 8100 Euro im nächsten Jahr. "Wir wollen damit erreichen, dass alle Eltern, die sich einen Platz in unserem Kindergarten wünschen, diesen auch bekommen", meinte dazu Schnarup-Thumbys Bürgermeister Martin Thomsen.
Weiterhin beschloss der Kindergartenausschuss im nächsten Kindergartenjahr einen Frühdienst von 7 bis 7.30 Uhr anzubieten, der pro Monat 15 Euro mehr kosten soll. Auch wird der Elternbeitrag im nächsten Kindergartenjahr steigen. Denn die allgemeinen Kosten haben sich erhöht. Und die Verkürzung der Ferienzeit von vier auf drei Wochen muss auch finanziert werden. Bisher liegt der Elternanteil noch bei 24 Prozent der Kosten. Er soll aber in Richtung 30 Prozent verschoben werden. "Das ist immer noch deutlich unter den Elternbeiträgen, die in anderen Kindergärten verlangt werden", meinte dazu Pastor Tischmeyer.
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