SCHLESWIGER NACHRICHTEN
Westerakeby
Goldene Zeiten sind vorbei: Salonorchester braucht Nachwuchs
Taarstedt. Im Ortsteil Westerakeby gründete Helmut Gebhardt "aus Lust und Laune" 1986 das Salonorchester Westerakeby. Die Lust am Musizieren ist den Spielern geblieben; aber sie sind mittlerweile "in die Jahre gekommen": Ihr Durchschnittsalter liegt bei knapp 70. Entsprechend schwierig wird das Üben und das Überleben, denn "junge Leute mögen unsere Musik nicht", sagt Vorsitzender Hans-Joachim Schellhorn aus Ulsnis.
Die "goldenen Zeiten" mit mindestens einem Auftritt pro Monat seien vorbei, bedauert er. Auch verfüge man derzeit nicht über so viele Freizeitmusiker, dass man den plötzlichen Ausfall einiger auffangen könne. Nachwuchs wird dringend gebraucht in dem klassisch mit Streichern, Bläsern, Flöten und Akkordeon besetzten Orchester, in dem allein das von einer Rumänin gespielte Klavier elektrisch verstärkt ist - und das auch nur wegen des dadurch leichteren Transports.
Beruflich trifft sich in dem Salonorchester eine Mischung (überwiegend ehemaliger) Soldaten, Lehrer, Tierärzte oder Polizisten. Der einzige "Vollblutmusiker" unter ihnen ist der Ungar Arthur Weinbrenner: Er war vor seinem Ruhestand Leiter der Schauspielmusik am Landestheater.
Wer unter seiner Stabführung üben und auftreten will, möge sich beim Vorsitzenden Hans-Joachim Schellhorn melden, Tel. 0 46 41/93 34 47.
Lust auf mehr? Die Schleswiger Nachrichten jetzt
2 Wochen kostenlos testen.






