SCHLESWIGER NACHRICHTEN
SPD holt in der Stadt kräftig auf
Schleswig. - Bei der Kommunalwahl und der Europawahl hatte die CDU in Schleswig die Nase vorn, bei der gestrigen Bundestagswahl jedoch konnten die Sozialdemokraten - zumindest in Schleswig - den Sieg für sich verbuchen. Sie erreichten 30,3 Prozent der Zweitstimmen, die CDU kam auf 29,5 Prozent. Noch enger war das Rennen um Platz 3. FDP und Grüne erhielten jeweils 13,8 Prozent, wobei die Liberalen lediglich eine Stimme mehr als die Grünen erhielten. Die Linken erreichten 8,4 Prozent.
Hatte die Union bei der Europawahl im Juni noch zwölf der 15 Schleswiger Bezirke für sich gewinnen können, war es jetzt umgekehrt. Zehn Bezirke eroberten die Sozialdemokraten. Ihr bestes Ergebnis verbuchten sie an der Wahlurne im Kindergarten Stadtfeld (Bezirk 5). Hier kamen sie auf 38,4 Prozent. Die CDU erzielte ihr bestes Ergebnis an der Dannewerkschule (Bezirk 15) mit 31,6 Prozent der Stimmen.
Zwar trat eine Vielzahl an Parteien bei der Bundestagswahl an, doch die Schleswiger Wähler beeindruckte das nicht. Von den kleinen Parteien konnten lediglich die "Piraten" einen Achtungserfolg erringen. Sie kamen auf zwei Prozent der Stimmen. Keine Chance hatten die rechten Parteien NPD und DVU, die gemeinsam auf ein Prozent der Stimmen kamen.
Die Wahlbeteiligung lag bei 67,2 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt. In Stadtteilen mit einem vergleichsweise geringeren Einkommensniveau fiel die Wahlbeteiligung entsprechend gering aus, zum Beispiel in den Bezirken Klinkerhof, Bugenhagenschule und Dannewerkschule. Die schwächste Wahlbeteiligung gab es am Stadtfeld mit 49,5 Prozent, die beste im Bezirk 9 (Schule Nord) mit 69,6 Prozent.
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