SCHLESWIGER NACHRICHTEN
Neues Gremium: Straftaten vorbeugen
Zum Geschäftsführer des Kriminalpräventiven Rates wurde Dietmar Gräwe (r.) berufen. Die Sitzung moderierte Friedrich Martens. Foto: Ami
Satrup. Dietmar Gräwe, Sozialpädagoge und Jugendpfleger in Kappeln, gehört zu den Initiatoren von Kriminalpräventiven Räten in der Region. Nach intensiver Vorbereitung wurde nun auch in Satrup eine derartige Einrichtung für das Amt Mittelangeln aus der Taufe gehoben. Eine überschaubare Runde, vorwiegend Pädagogen, fasste unter Leitung des stellvertretenden Amtsvorstehers Friedrich Martens den Gründungsbeschluss.
Vorher hatte Gräwe noch einmal die Notwendigkeit dieser Präventionseinrichtung hervorgehoben. Die Praxis habe gezeigt, dass jugendliche Straftäter bereits im Kindergarten und der Schule auffällig geworden seien. Die Zahl der Gewaltdelikte durch Jugendliche im Alter zwischen 16 und 21 Jahren sei erheblich, genau wie deren Alkoholkonsum.
Hermann Reissig von der Polizeidirektion Flensburg berichtete über Maßnahmen der Polizei. Besonders geschulte Polizeibeamte gingen in Schulen und Kindergärten, klärten über Alkohol und Drogen auf, versuchten aber auch durch praktische Hilfe, wie einem mobilen Mofaroller, Verkehrsdelikte zu minimieren.
Dass Vorbeugen im Amt Mittelangeln an erster Stelle stehen müsse, unterstrich der Leiter der Polizeistation Satrup Olaf Kupzyk. Satrup sei kein krimineller Schwerpunkt und könne nicht mit Städten wie Schleswig und Flensburg verglichen werden. Die geringe Kriminalitätsrate begründete er auch damit, dass Satrup nicht direkt an einer wichtigen Durchgangsverbindung liege.
Der neue Kriminalpräventive Rat will jetzt aktiv werden und sich in einer ersten Arbeitssitzung mit der Einrichtung von Arbeitsgemeinschaften beschäftigen.
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