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Chris Thompson: Alte Songs, aber ohne Kruste

25. Juli 2011 | 03:00 Uhr | Von mra

Voluminöse Stimme: Chris Thompson

Schleswig. Wie ungerecht es sein kann, einen Vollblut-Musiker nach den zwei Titeln, die einem spontan zu seinem Namen einfallen, zu beurteilen, ließ sich beim BOA bestens an Chris Thompson beurteilen. Denn, erstens, interpretierte er die unvermeidlichen "Mighty Quinn" und "Blinded by the Light" (stammt ursprünglich von Bruce Springsteen) so frisch unter die Haut gehend, dass sich alle Hitlisten-Konformität umgehend erledigte. Zum anderen waren auch die anderen Titel im Rahmen des gut einstündigen Auftritts jeden Regenschauer wert.

Das lag an der Stimme des Glatzkopfs im Ringelpullover, der wohl voluminösesten und zugleich modulationsfähigsten des ganzen Festivals. Aber auch die Band, mit der Thompson auftrat (die Bezeichnung "Begleitband" verbietet sich hier), die norwegische Mads Eriksen Band, war auf ihre Weise perfekt im Zusammenspiel und bei den Soli - besonders der Keyboarder, eigentlich ein undankbare, weil so statische Rolle, machte seine Sache prima.

Thompson ist im Norden kein Unbekannter. Trotzdem kann man nur hoffen, ihn wieder zu sehen und zu hören. Mit oder ohne Standard-Titeln.


 

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