SCHLESWIGER NACHRICHTEN

 

Künstler blicken auf die Schlei

13. Februar 2012 | 06:19 Uhr | Von jsr

Neues Galerieprojekt thematisiert die Stexwiger Enge

Borgwedel. "Künstler interpretieren markante Orte an der Schlei" - die Galeristen Mechthild Wichmann-Kramp und Helmut Klein von der "Galerie Stexwig" wollen mit sieben schleswig-holsteinischen Künstlern ein neues Projekt starten. Sie werden knapp eine Woche lang gemeinsam in Stexwig kreativ und künstlerisch arbeiten. Mitmachen werden die Künstler Otto Beckmann, Monika Rathlev, Anja Pletowski, Otto Neumeister, Ruprecht Leiß, Falko Behrendt und Helmut Klein selbst.

Das verbindende Element ist die Stexwiger Enge, die schmale Verbindung zwischen der Großen und der Kleinen Breite der Schlei, wo die Wikinger einst ein Seesperrwerk errichteten, das Teil des geplanten Unesco-Weltkulturerbes Danewerk-Haithabu ist. Nicht nur der landschaftlich reizvolle Ort mit seiner Geschichte soll als Ins piration dienen, sondern auch die Auseinandersetzung mit dem Thema "Enge". Als Ziele des Projektes nennt Mechthild Wichmann-Kramp unter anderem, die Region Schlei unter Kunstinteressierten und Kunstsammlern bekannter zu machen, Freunde des Wassersports, der Archäologie oder der Geographie an die Kunst he ranzuführen und nicht zuletzt die Künstler einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Die Galeristin freut sich auf die Woche vom 3. bis zum 8. Mai. In ihrem Haus werden sich die Künstler treffen und mit ihrem "Boheme" für eine besondere Stimmung sorgen. Sie plant, das Künstlertreffen mit seinen kreativen Prozessen zu dokumentieren und die entstandenen Werke in einem Buch zu veröffentlichen. Dieses Buch, so die Galeristin, könnte auch ein schönes "Mitbringsel" für Touristen sein. Daneben soll auch ein Kunstbuch mit Vorzugsgrafiken in limitierter Auflage entstehen.

Borgwedels Bürgermeister Uwe Jensen ist begeistert von der Idee des Künstlerprojekts. Er hat die Galeristen eingeladen, auf der 600-Jahr-Feier des Dorfes Stexwig über das Projekt zu berichten. Er hofft, dass es viele Sponsoren geben wird, die das Vorhaben unterstützen. Denn nicht nur die Unterbringung und die Verpflegung der Künstler muss noch organisiert und finanziert werden, auch die Erstellung der beiden Bücher wird erhebliche Kosten bereiten.

Für Galeristin Wichmann-Kramp ist das zwar eine Herausforderung. Sie hat allerdings schon reichlich Erfahrung mit Kunstprojekten. Immerhin führt sie nicht nur mit Helmut Klein seit 2010 die "Galerie Stexwig", sondern auch die "Galerie in Kiel" und in Schweden die "galerie skedsbygd". Bei einem Erfolg hat sie bereits weitere Orte an der Schlei für ähnliche Projekte im Blick, wie zum Beispiel die Brücke in Lindaunis, Schleimünde oder auch die Fähren über die Schlei.


 

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