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Stadt testet Energiespar-Laternen

15. März 2010 | 06:50 Uhr | Von mki

Der Gallberg erstrahlt seit wenigen Tagen in einem neuartigen Licht - es ist leicht bläulich und klar. Kleine, starke Leuchten mit LED-Technik werden dort im Rahmen eines Modellprojektes erprobt.

Ein halbes Jahr lang werden die neuen Leuchtmittel am Gallberg installiert bleiben, teilt die Stadtverwaltung mit. Für diesen Zeitraum stellt der Hersteller sie kostenlos zur Verfügung. Diese Woche soll noch in einer weiteren Straße umgerüstet werden: Mit der Prämie, die die Stadtverwaltung im Rahmen der Energieolympiade 2009 vom Umweltministerium bekommen hat, wird die Klosterhofer Straße neu beleuchtet. 10 000 Euro hatte der erste Platz in der Kategorie "Energieeffizienz" eingebracht, der für die Energiegewinnung aus Speiseresten durch die Stadtwerke vergeben worden war.

Das Modellprojekt soll zum einen dazu dienen, die Praxistauglichkeit der neuen Technik zu erproben, zum anderen sollen aber auch die Reaktionen der Verkehrsteilnehmer und Anwohner getestet werden.

Nach Ablauf der Projektphase werden die Stadtwerke die modernen Leuchtmittel wieder abmontieren und durch herkömmliche Straßenlaternen ersetzen. Im gesamten Stadtgebiet sollen die Straßen im Laufe dieses Jahres eine neue Beleuchtung mit der bisherigen Bauweise, aber höherer Effizienz erhalten. Für die Sanierung der 2500 Schleswiger Laternen hat die Ratsversammlung im diesjährigen Haushalt 400000 Euro vorgesehen.

Durch den Austausch der Leuchtmittel lassen sich jährlich 60 000 Euro einsparen, wie die Stadtverwaltung errechnet hat - das bedeutet eine Reduzierung der Kosten um 40 bis 50 Prozent. Die jetzt erprobten Lampen mit Leuchtdioden-Technik könnten weitere zehn Prozent einsparen, sind zum jetzigen Zeitpunkt aber noch zu teuer in der Anschaffung. Daher kommen sie erst für den nächsten Austausch der Straßenleuchten in Frage. "Die herkömmlichen Beleuchtungsmittel haben eine Lebensdauer von sechs bis sieben Jahren, anschließend wäre eine Umstellung auf LED-Leuchten wahrscheinlich", teilte Stadtsprecherin Antje Wendt auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Leuchtdioden erzeugen deutlich weniger Wärme als herkömmliche Leuchtmittel. Dies steigert die Lichtausbeute und die Energieeffizienz. Die LED-Lampen sind langlebig und praktisch wartungsfrei, ihr Licht kann außerdem präzise gelenkt werden. Aufgrund dieser Vorteile gelten LED-Leuchten unter Experten als Straßenbeleuchtung der Zukunft. Auf Kritik stieß an bisherigen Probestandorten in größeren Städten wie Hannover vor allem die kältere Farbtemperatur der neuen Straßenlaternen.

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