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Griff in die Rücklage und Ja zur "Wilden Maus"

06. Februar 2012 | 04:30 Uhr | Von ql

Brarupmarkt wift seinen Schatten voraus: Im Winter wird entschieden, welche Schausteller im Sommer dabei sein werden. Foto: Kuhl

Süderbraruper Wirtschafts- und Finanzausschuss beschloss Haushaltsentwurf und stellte Details zur Planung für Brarupmarkt vor

Süderbrarup. Angesichts der Tagesordnung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen der Gemeinde Süderbrarup scherzte der Ausschussvorsitzende Johannes Jensen zu Beginn der Sitzung: "Man kann darüber streiten, was heute wichtiger ist, Brarupmarkt oder der Haushaltsentwurf", denn beides sollte Thema sein. Dann legte er den Schwerpunkt jedoch eindeutig auf den Jahresetat. Denn neben dem laufenden Geschäft will Süderbrarup fast 2,3 Millionen Euro in die Sanierung der Straßen stecken. Die Anlieger sollen daran mit 210 000 Euro beteiligt werden. Weitere 240 000 Euro soll die Erschließung neuer Baugrundstücke inklusive Kauf der notwendigen Ausgleichsflächen kosten. 185 000 Euro sollen dabei durch den Verkauf von Grundstücken wieder hereinkommen. 425 000 Euro sind für den Kauf und Umbau von Räumlichkeiten für Kindergartenplätze von unter Dreijährigen eingeplant. Die Wehr benötigt laut Feuerwehrbedarfsplan ein neues Fahrzeug und muss auf digitale Funktechnik umgerüstet werden. Dafür werden 374 000 Euro bereitgestellt. Und 20 000 Euro benötigt der Bauhof für ein neues Fahrzeug.

Insgesamt umfasst der Ergebnishaushalt Ausgaben in Höhe von 5,14 Millionen Euro. Diese übersteigen die Einnahmen um 237 600 Euro. Um diesen Fehlbetrag nicht zu groß werden zu lassen, hatte man bereits den Hebesatz der Gewerbesteuer auf 380 Prozent erhöht. Jensen erklärte in diesem Zusammenhang die Kostenneutralität dieser Erhöhung für Personengesellschaften, da diese die Mehrkosten direkt von der Einkommenssteuer absetzen können. "Doch für größere Firmen, die Süderbrarup dringend bräuchte, ist dies natürlich ein Standortnachteil", fügte er hinzu. Im Finanzplan war der Fehlbetrag schließlich auf über 850 000 Euro angewachsen. Doch diese Summe kann noch über die Rücklage ausgeglichen werden. Jensen kündigte an, dass noch weitere Einnahme- und Sparmöglichkeiten gesucht würden. "Doch wir dürfen nicht vergessen, dass alles, was wir zur Haushaltsverbesserung tun, zulasten unserer Bürger und Betriebe geht", mahnte er.

Wesentlich positivere Aussagen konnte Marktmeister Dirk Lorenzen über den Brarupmarkt machen, der in diesem Jahr vom 27. bis zum 31. Juli stattfindet. Von den etwa 400 Bewerbungen um Standplätze konnten nur 128 berücksichtigt werden. Lorenzen legte eine Liste vor, die im Wesentlichen die bekannte Mischung aus Fahrgeschäften, Zelten, Verkaufsständen für Zuckerwaren, Würstchen und vieles mehr anbietet. Als Fahrgeschäfte werden die Achterbahn "Wilde Maus" und das Überkopffahrgeschäft "Topspin" mit von der Partie sein. Die polizeiliche Präsenz wird wegen Sparmaßnahmen nicht so hoch sein wie in den vergangenen Jahren. Deshalb denkt man darüber nach, einen privaten Wachdienst anzuheuern, der die Sicherheit auf Brarupmarkt garantiert. "Sonst wird alles in bekannter, bewährter Manier ablaufen", versicherte Lorenzen.

Angesichts der Fehlbeträge im Haushalt war die Diskussion um die Erhöhung des Eintrittspreises für das Freibad eine Lappalie. Doch wie die Vertreter des Kinder- und Jugendbeirates, Hendrik Lüth und Nis Rieger anführten, können bei Jugendlichen schon zehn Cent eine große Rolle spielen. Kompliziert wurde die Entscheidung dadurch, dass für die sieben Positionen der Preisliste neben einem Vorschlag der Verwaltung auch Vorschläge des Kinder- und Jugendbeirates sowie der Wählergemeinschaft ABS vorlagen. Alle sahen die Notwendigkeit von Erhöhungen ein. Schließlich wurde der Preis gemäß des ABS-Vorschlags auf 1,70 Euro für Jugendliche und 3,30 Euro für Erwachsene festgelegt. Die Zehnerkarten sollen zehn beziehungsweise 20 Euro kosten.


 

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