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Schleswig

Eine Neuauflage für das SportCamp

06. Februar 2012 | 04:50 Uhr | Von Frauke Bühmann

Die Organisatoren des SportCamps: Rainer Detlefsen, Maren Korban, Jens Gieselmann, Katharina Korban, Sylvia Witte, Dr. Antje Wendt und Jan Henrik Vogt (v.li.). Foto: Bühmann

Organisatoren im Kreissportverband bieten 250 Kindern und Jugendlichen die Chance, eine neue Sportart auszuprobieren

Schleswig. Den Härte-Test auf den Königswiesen haben sie problemlos überstanden. Mehr noch: Die etwa 180 Kinder und ihre Betreuer waren vom Schleswiger SportCamp, das erstmals im vergangenen Sommer stattfand, trotz Dauerregens begeistert. Deshalb planen die Organisatoren vom Kreissportverband jetzt eine Neuauflage, wiederum für die letzte Sommerferienwoche in der Zeit vom 30. Juli bis zum 3. August. Diesmal sogar mit 250 Kindern im Alter von 7 bis 14 Jahren. Ihnen zur Seite werden mehr als 50 ehrenamtliche Helfer, Trainer und Übungsleiter der Sportvereine aus Stadt und Kreis stehen. Da nach den Erfahrungen vom letzten Mal alle Camp-Plätze im Nu vergriffen sein werden, sollten sich Interessierte den einzigen Anmeldetermin gut vormerken: Am Sonnabend, 24. März, ab 10 Uhr, am Nospa-Eingang in der Bismarckstraße.

Die SportCamp-Idee hatte Jens Gieselmann aus seiner angestammten Heimatstadt Hildesheim mitgebracht: Kinder und Jugendliche an neue Sportarten heranführen, unterstützt durch Trainer und Betreuer aus den Turn- und Sportvereinen sowie aus den Schleswiger Segel- und Ruderclubs - dieser Gedanke stieß auch im Kreissportverband und bei einigen Sponsoren in Schleswig auf ungeteilte Zustimmung. Gieselmann: "Ich hätte nicht gedacht, dass es einen so großen Run auf das SportCamp gibt. Es hat den Kindern wirklich Spaß gemacht, sich auszuprobieren und Neues kennenzulernen, was sie dann ja anschließend im Sportverein weiter ausbauen können." Das liege wohl auch daran, erklären die Mit-Organisatoren Dr. Antje Wendt und Maren Korban, dass das Sportamp "eine eigene, sehr angenehme Atmosphäre der Fairness und des gegenseitigen Respekts" habe.

Ein typischer Tag im Camp beginnt um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück (Blick auf die Schlei inklusive). Bei der Verpflegung für bis zu 400 Teilnehmern im Camp kommt Unterstützung von ortsansässigen Firmen - wie Bäckerei, Getränkegroßhandel und Caterer. "Beim gemeinsamen Essen ging es sehr diszipliniert zu, es wurde nicht geschubst und nicht gedrängelt", sagt Maren Korban. Sie weiß, wovon sie spricht: denn als "Mutter der Frühstücks-Kompanie" hat sie zu früher Morgenstunde ungezählte Brötchenhälften mit Butter oder Nutella bestrichen. Das Mittagessen dann wird vom Schlei-Klinikum geliefert. Nach dem Essen und den Warm-ups geht jedes Camp-Mitglied in die von ihm ausgewählte Sportart. Dazu zählen Angebote wie Basketball, Beach-Volleyball, Dance-Mix, Einrad-Fahren, Fußball, Handball, Leichtathletik, Akrobatik, Tennis, Tischtennis, Turnen, Trampolinspringen und - mit der Schlei zu Füßen - auch Rudern, Segeln und Kanufahren.

Nicht zu vergessen eine weitere Sportart, die aus Amerika kommt und absoluten Trend-Charakter hat: Rope-Skipping. Was das ist, Rope-Skipping? Eigentlich das gute alte Seilspringen - nur eben dynamischer, raffinierter und im Gleichschritt zu einem lauten schnellen Beat-Rhythmus. Und: Statt der Sprünge gibt es Stunts. Es soll ganz viel Spaß machen, und die Trainer des TSV-Böklund wissen, wie es geht. Denn sie bieten diese Sportart in der Camp-Woche auf den Königswiesen an.

Ausprobieren, schauen, was einem liegt und gefällt - das ist das Motto im SportCamp. Antje Wendt erinnert sich an einen Jungen, der sich zuvor für die Fußball-Sparte angemeldet hatte, dann aber Gefallen am Dance-Mix fand. Dort agierte er selbstbewusst als einziger Junge in der Tanzgruppe.

Was die Teilnehmer zudem stolz macht, ist das gemeinsame Outfit, das sie ausweist als Camp-Mitglied. Es gibt für jede der angebotenen Sportgruppen spezielle T-Shirts mit dem gemeinsamen Enblem. Zudem werden an die neugierigen Daheimgebliebenen, also Eltern, Geschwister und Freunde, Tag für Tag Grüße über You tube nach Hause gesendet. Aber eigentlich können die Sportfreunde auch selbst am Abend über das Erlebte berichten - denn um 18 Uhr schließen die Camp-Tore. "Aus Sicherheitsgründen möchten wir, dass die Kinder und Jugendliche zu Hause schlafen", sagt Jens Gieselmann.

Nicht nur die Teilnehmer haben vom Ausprobieren neuer Sprotarten profitiert - auch die Sportvereine registrierten nach der Camp-Woche mehr Zulauf. Anfragen gab es übrigens auch schon von Interessenten außerhalb der Kreisgrenzen. Denn das Sport-Camp auf den Königswiesen ist das erste und bisher einzige in Schleswig-Holstein.


 

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