SCHLESWIGER NACHRICHTEN
Drei neue "Schutzburgen"
Neue Schutzburg-Partner: Bürgermeister Thorsten Dahl überreichte Urkunden an Siegfried Lawrenz vom Stadtmuseum (l.) und Kay Wendt von der "Keramikstube" (r.). Foto: Jennert
Schleswig. Das freundlich gestaltete gelbe Logo wirkt wie eine grafische Mischung aus Trutzburg und Tausendfüßler. Und dies kommt der Sache schon sehr nah: kleine Füße, die in einer Burg Schutz suchen - das ist der Hintergrund des vor zweieinhalb Jahren in Schleswig gestarteten "Schutzburg"-Projekts. Zahlreiche Institutionen machen mit. Sie sind Anlaufstelle für kleine Kinder, die mal zur Toilette müssen, ein Pflaster benötigen oder schlichtweg nicht mehr wissen, wie sie nach Hause gelangen können. "Das Projekt ist ein Erfolg", sagt Rainer Raup, Geschäftsführer des Kriminalpräventiven Rates.
In einer Feierstunde im Stadtmuseum wurde jetzt die Aufnahme dreier weiterer Partner gefeiert. Das Stadtmuseum selbst, außerdem die am Rathausmarkt gelegenen Firmen "Keramikstube" und "Kleines Traumcafé", haben sich in den Kreis der "Schutzburg"-Partner eingereiht. Bürgermeister Thorsten Dahl überreichte die entsprechenden Urkunden. Damit gibt es in Schleswig jetzt 89 Anlaufstellen. Neben Einzelhandels- und Handwerksbetrieben sowie Verwaltungen finden sich in der Liste Rechtsanwaltskanzleien, Geldinstitute und Arztpraxen.
Die Partner wurden von der Stadt sorgsam ausgewählt. Jeder hat sich gegenüber der Stadt schriftlich dazu verpflichtet, hilfesuchende Kinder nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen. Sie haben sich auch verpflichtet, die Anliegen von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
Für jeden Stadtteil gibt es einen Kooperationspartner, der täglich mit Kindern zu tun hat: In Schleswig sind dies die St.-Jürgen-Schule, das Landesförderzentrum Hören, die Schule Nord und die Bugenhagenschule. Diese Einrichtungen sorgen dafür, dass die "Schutzburgen" unter den Kindern bekannt werden.
Rainer Raup ist jedenfalls vom Sinn des Projekts überzeugt: "Nicht nur das Sicherheitsgefühl von Kindern und Eltern wird verbessert, auch die öffentliche Aufmerksamkeit und Verantwortung für Kinder können wir auf diese Weise stärken."
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