SCHLESWIGER NACHRICHTEN
"Baltic Night" bei klirrender Kälte und heißer Musik
Schleswig. Schlager, aktuelle Hits, eine Live-Band: Die erste "Baltic Night" an der Schlei kam gut an beim Publikum. In der Casa Cultura im neuen Stadtteil auf der Freiheit wurde bis in die frühen Morgenstunden locker-lässig getanzt, gelacht und gefeiert. 700 Gäste waren nach Angaben von Daniel Spinler zur Mega-Party in die Casa Cultura gekommen. Zusammen mit Ralf Waschulewski hat er das Event zum zweiten Mal organisiert, die Premiere war in Eckernförde. "Es muss sich natürlich noch einspielen, aber es geht gut los", sagte Spinler, der auch hinter dem Open-Air-Festival 2011 auf den Königswiesen steckt.
Stimmt: Während die Türsteher bei klirrender Kälte - bis zu 17 Grad Minus zeigte das Thermometer in der Nacht - am Eingang wachten, ging es drinnen heiß her. Auf der Bühne spielte ab etwa 24 Uhr die Band "Zack Zillis" Stücke von brandneu und cool (Gotyes "Somebody that I used to know"), über Riesen-Disco-Hits (Lady Gagas "Poker Face") bis hin zu Stimmungs-Klassikern wie "YMCA", Grönemeyers "Ich dreh' hier schon seit Stunden..." und "99 Luftballons" von Nena.
Die Schleswiger rockten auf der Tanzfläche davor. Wie üblich: Anfangs tanzten fast nur Frauen. Bis auch die Männer sich trauten und sich von den vielen Stehtischen in der ehemaligen Bundeswehr-Kantine "loseisen" konnten, verging eine ganze Weile. "Zack Zillis", das sind drei Männer und zwei Frauen um den Gitarristen Stephan Vollbehr.
Der Live-Musiker spielte im Schottenrock, die anderen schlüpften je nach Cover-Stück in blonde Perücken, silberne Astronauten-Anzüge und rote Lederjacken: eine nette Bühnenshow. Trotzdem kämpfte die Band zeitweise gegen einige Meter leeren Raum direkt vor der Bühne, gewann die Schlacht aber nach Punkten, auch wenn bei der Soundqualität noch nachgebessert werden kann.
Spätestens, als in der Pause dann zwei attraktive Gogo-Girls in aufreizend wenig Kostüm auf der Bühne tanzten, wurde dann hemmungslos mitgemacht. Etwas ruhiger war es auf der zweiten Ebene, dort wurden Schlager nonstop gespielt. Eine Cocktail-Bar mit wirklich leckeren, gut gemachten Drinks zog allerdings viele Party-Besucher an, sodass es ein ständiges Hin- und Her zwischen den Ebenen gab. Das gehörte wohl ins durchdachte Konzept der Veranstalter - auf diese Weise mischte sich das Publikum gut.
Übrigens, apropos locker-lässig: Das Event zog offenbar Party-Willige aus vielen Kreisen und unterschiedlichen Altersgruppen an. Da tanzte auch Bürgermeister Thorsten Dahl in Motorrad-Kluft neben Freundes-Cliquen und 18-jährigen Teenagern - wohl ein gutes Anzeichen für ein gelungenes Fest mit viel Spaß.
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