SCHLESWIGER NACHRICHTEN

 

Aufräumen nach dem Schneewinter

15. März 2010 | 06:15 Uhr | Von ql

"Wir haben uns in den letzten Monaten hauptsächlich mit drei Dingen beschäftigt: Schnee, Schnee und Schnee", meinte Bürgermeister Johannes-Peter Henningsen zu Beginn seines Verwaltungsberichts vor der Gemeindevertretung Süderbrarup. Man habe die Kosten für Schneeräumung im Haushalt auf 2000 Euro angesetzt, doch nun müsse man beim Nachtragshaushalt getrost eine Null an diese Zahl anhängen. Und das seien nur die reinen Betriebskosten. Bei den Mitarbeitern des Bauhofs hätten sich außerdem noch 200 Überstunden angesammelt, die jetzt Zug um Zug abgefeiert werden müssten.

Die Arbeiten seien längst noch nicht beendet, sagte Henningsen und wies dabei auf den Marktplatz, wo ein Bagger die aus dem ganzen Ort angefahrenen Schneehaufen auseinander bricht, damit sie schneller schmelzen. Denn zur Wikingerrallye, die hier in wenigen Wochen ihr Hauptquartier aufschlagen will, sollen alle Wege wieder frei sein. Auch die Winterschäden auf den Straßen würden bereits vom Bauhof beseitigt, fuhr der Bürgermeister fort. Dazu benutze man eine spezielle Wintermischung, die unter Umständen im Frühjahr bei wärmeren Temperaturen erneuert werden müsse. Die Kosten dafür bezifferte er auf 8000 Euro.

In Sachen Sanierung der Bahnhofstraße machte er seinen Zuhörern Hoffnung auf eine baldige Erledigung. Bei ihm sei ein Ingenieurbüro vorstellig geworden, das vom Land mit der Feinplanung beauftragt worden ist.

Für die von der Gemeinde geplanten Straßensanierungen wurden die Prioritäten festgelegt. Wie in der Bauausschusssitzung besprochen (wir berichteten) ist die Reihenfolge: Bismarckstraße, Bachstraße und die Straße Am Markt, dann folgt die Raiffeisenstraße und im letzten Schritt Quellenstraße, Grüner Weg und Am Thorsberg.

Henningsen geht immer noch davon aus, dass die Anlieger nicht an den Kosten beteiligt werden können oder müssen. Doch könne man eine konkrete Aussage erst nach Abschluss der Feinplanung machen.

Ein Antrag der Ostseefjord-Schlei-GmbH auf Erhöhung des Betriebskostenzuschusses um 5000 Euro jährlich wurde abgelehnt. "Für ein Unternehmen, das bei der Gründung ankündigte, mittelfristig ohne öffentliche Zuschüsse auszukommen, ist eine derartige Forderung nicht angebracht", meinte Johannes Jensen, Vorsitzender des Finanzausschusses. Auch sei die Verhältnismäßigkeit nicht gegeben, da die GmbH aus 50 Gesellschaftern bestehe und Amt sowie Gemeinde Süderbrarup den Fehlbetrag allein übernehmen sollten. Denn die im Anschreiben genannten Einsparungen seien bisher nicht belegt.

In seinem Rechenschaftsbericht stellte der Vorsitzende Jürgen Plundke das Arbeitsfeld des Seniorenbeirats vor. Die Wünsche des Rates zielen auf die Erhöhung der Verkehrsfähigkeit der älteren Bürger. Dabei soll vor allem der Schwerverkehr - auch der landwirtschaftliche - aus dem Ort verbannt werden. Auch die Breite der Gehwege ist in das kritische Auge des Seniorenbeirates geraten. "Rollatoren müssen sich begegnen können", gab Plundke das Mindestmaß vor. Anschließend wurde Erika Wohlert als neues Mitglied in den Seniorenbeirat gewählt.

Der Rest der Sitzung bestand aus Beschlüssen, die in den Ausschüssen gut vorbereitet worden waren und ohne große Diskussion angenommen wurden:

. Die Büchereisatzung wurde genehmigt. Außer Schülern sind jetzt auch Studenten sowie Lehrkräfte von den Gebühren befreit.

. Für das Team-Gelände wurde der Bebauungsplan derart geändert, dass die Team-Halle auch als Vergnügungsstätte genutzt werden darf. Insbesondere dürfen dort Musik-, Tanz- und Theaterveranstaltungen stattfinden.

. Für die Feuerwehr soll ein Antrag auf Bezuschussung eines neuen Löschfahrzeugs HLF 20/16 in Höhe von zirka 360 000 Euro gestellt werden. Die Anschaffung ist für 2012/13 geplant.

. Süderbrarup wird am Wireg-Projekt zur gemeinsamen Umsetzung einer Breitbandversorgung im Kreis Schleswig Flensburg teilnehmen.

. Die neue Hauptsatzung der Gemeinde wurde beschlossen, mit der Rechnungsprüfungsausschuss, Büchereiausschuss und Kleingartenausschuss aufgelöst und ihre Aufgaben anderen Ausschüssen übergeben werden.

. Die Gemeinde erteilte ihr Einvernehmen für den Abbau von vier Windkraftanlagen im Westen und deren Repowering durch zwei größere, die in der Summe mehr Leistung erzeugen. Schneemassen reißen Loch in Haushalt

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