LANDESZEITUNG

 

Fotos zeigen die "Seele" des Kanals

21. März 2009 | Von hp

Buchpräsentation: Autorin Barbara Kotte, Verlegerin Gabriele Wachholtz und die Fotografen H. Dietrich Habbe sowie Ulrike Baer (v. links). Foto: hp

Wer den Nord-Ostsee-Kanal entdecken möchte, hat jetzt einen vorzüglichen Wegweiser. Gestern wurde in Rendsburg ein neues Buch über die Wasserstraße vorgestellt. Der Titel lautet "Begegnungen".

Rendsburg. "Es gibt keine Stunde des Tages, wo der Kanal nicht reizvoll lebendig ist." Diese Behauptung stammt von einem Experten. Der Landschaftsfotograf H. Dietrich Habbe hat die Wasserstraße zwei Jahre lang fast rund um die Uhr ins Visier genommen. Die Ausbeute seiner Jagd nach dem perfekten Bild ist jetzt im Buchhandel erschienen. Gestern wurde in Rendsburg der neue Band "Nord-Ostsee-Kanal - Begegnungen" aus dem Wachholtz Verlag vorgestellt.

Bürgermeister Andreas Breitner, der die Präsentation der Neuerscheinung im Museumscafé des Kulturzentrums mit rund 50 Gästen eröffnete, empfahl das Buch dringend weiter. Der Bildband mit einem eigenen Kapitel über Rendsburg sei "einmalig schön" gelungen. Verlegerin Gabriele Wachholtz freute sich über das Lob und würdigte ebenfalls die Leistung des Fotografen. "H. Dietrich Habbe fängt mit seinen Arbeiten die Seele des Kanals ein."

Die Unternehmerin verwies außerdem auf das handliche, quadratische Format, das vor allem für Reisende praktisch sei. Denn auch Touristen sollen mit dem Lesestoff aus dem Norden die Erinnerung an den Urlaub frisch halten. Daher wurden die "Begegnungen" nicht nur in einer deutschsprachigen Auflage von 3000 Exemplaren, sondern auch in einer englischen Ausgabe von 1000 Büchern gedruckt.

Sowohl Einheimische als auch Gäste werden auf den 96 Seiten zu einer faszinierenden Reise durch das Land zwischen den Meeren mitgenommen. Denn der freischaffende Fotograf Habbe, der seit 30 Jahren Felder, Seen, Wälder, Wolken, Wind und Wetter in seinen Bildern einfängt, pflegt einen malerischen Umgang mit seinen Motiven. Seine Bilder sind streng durchkomponiert und von bestechender Brillanz. Sein Ehrgeiz: Gute Bilder durch noch bessere zu ersetzen.

Mit seiner Assistentin Ulrike Baer, ebenfalls Fotografin und gleichbedeutend an dem Projekt beteiligt, hat Habbe für das Buch die wirksamsten Standorte für die Fotos gesucht und gefunden. Viele der Bilder erzählen nicht nur Geschichten, sie haben auch eine spannende Geschichte. Beides hat die Journalistin Barbara Kotte aufgeschrieben.

Doch nicht nur Text und Fotos setzen den Kanal in ein neues Licht. Im Museumscafé läuft noch bis zum Sonntag, 29. März, eine Ausstellung mit ausgewählten Habbe-Fotos. Die Werke sind auf meterhohe Stoffbahnen gedruckt und schweben frei von den historischen Balken im Raum.


 

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