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Kirchenkreis Schleswig-Flensburg

Evangelisches Frauenwerk ist wieder komplett

02. Februar 2013 | 00:10 Uhr | Von rn


Das neue Duo an der Spitze des Frauenwerks: Ute Morgenroth (links) und Claudia Niklas-Reeps vor dem Regionalzentrum. Foto: rn

Das neue Duo an der Spitze des Frauenwerks: Ute Morgenroth (links) und Claudia Niklas-Reeps vor dem Regionalzentrum. Foto: rn

Claudia Niklas-Reeps wird nach sechsmonatiger Vakanz die neue Referentin des evangelischen Frauenwerks. Eine Adressänderung gibt es beim Standort in Flensburg.

Kappeln. Es ist nicht so, dass das evangelische Frauenwerk im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg an irgendeiner Stelle stehengelieben wäre, sich versteckt oder seine Aktivitäten eingestellt hätte. Wirklich nicht. Wer aber dieser Tage durch den ersten Stock des Regionalzentrums läuft, kommt nicht umhin zu bemerken, dass dort zwei Menschen sitzen, die förmlich glühen für das, was nun auf sie zukommt.

Ute Morgenroth ist das schon lange bekannte, Claudia Niklas-Reeps das neue Gesicht des Frauenwerks. Dass sie gemeinsam eine bemerkenswerte Energie für ihr Tun entwickeln können, wird schnell offensichtlich. Jetzt wollen sie dies auch nach außen tragen: In einem Gottesdienst wurde Claudia Niklas-Reeps, gelernte Diakonin, gestern Nachmittag in ihre neue Aufgabe eingeführt.

Ute Morgenroth und Claudia Niklas-Reeps wissen um die Unruhe, die das Frauenwerk in der Vergangenheit beherrschte. Vor allem den ehrenamtlichen Helfern hat die immerhin sechsmonatige Vakanz auf den Abschied Eva Viedts, Niklas-Reeps’ Vorgängerin, zu schaffen gemacht. "Jetzt aber", sagt Niklas-Reeps, "ist das Frauenwerk wieder komplett".

Dienstsitz ist das Regionalzentrum in Kappeln, mit eigenen Räumen ist das Werk aber nach wie vor auch in Schleswig (Am Brautsee) und bald wieder in Flensburg (Heiligengeistgang) präsent. Ein Muss für Ute Morgenroth, denn: "Eigene Räume sind eine Möglichkeit, sichtbar zu sein." Auch für die Ehrenamtler, denen das Frauenwerk eine Anlaufstelle sein will, ein Schulungsort, ein strategischer Begleiter.

Frauen, die sich in ihren Gemeinden kirchlich engagieren, sollen die Chance haben, sich weiterzubilden, zu informieren, Fachwissen zu sammeln - und sich auch mal fallen zu lassen. Claudia Niklas-Reeps nennt das "eine Oase zum Auftanken". Gestärkt sollen die freiwilligen Helferinnen das Frauenwerk wieder verlassen, um in ihren Gemeinden weiterzuwirken.

Ohnehin definieren die beiden Fachreferentinnen ihr Tun als Arbeit am und für den Menschen - ein Job, der auch, aber eben nicht nur vom Schreibtisch aus erledigt werden kann. Ute Morgenroth hat klare Vorstellungen, wenn sie sagt: "Unsere Arbeit findet draußen statt." Auch deshalb wird oft der neunköpfige Beirat aus Ehrenamtler einbezogen, und Claudia Niklas-Reeps gibt so etwas wie ein Leitmotiv aus: "Es muss erlaubt sein, Neues zu denken." Parallel dazu soll Bewährtes durchaus erhalten, vielleicht ein wenig angepasst werden. Beispiel: Adventsoase. "Wir erreichen die Menschen damit nicht mehr, weil die Zeiten nicht mehr passen", sagt Niklas-Reeps. "Die gesellschaftlichen Gegebenheiten haben sich verändert." Umdenken ist also angesagt - analog zum Motto, das sich das Frauenwerk in diesem Jahr gegeben hat: "Jetzt ist die Zeit."

Derzeit sind Morgenroth und Niklas-Reeps dabei, das neue Programmheft auszuarbeiten, das Thema Armut wird eine Rolle spielen, genauso Lebenspraxis, Politik. Schwerpunkte, die den Frauen entgegen kommen. Morgenroth: "Meine theologische und politische Arbeit sind untrennbar miteinander verbunden." Und für Niklas-Reeps steht fest: "Wir wollen herausfinden, wer was zu welcher Zeit braucht."

Für das neue Duo an der Spitze des Frauenwerks gilt derweil, dass man sich auch ein bisschen selber entdecken muss. Auch wenn beide glauben, dass sie sich gut ergänzen, wissen sie gleichzeitig, dass das Miteinander noch wachsen wird. Und sie wissen auch, dass die drei Standorte Kappeln, Flensburg, Schleswig von zwei Menschen nicht immer mit identischem Aufwand abgedeckt werden können. Neugierig und gespannt sind beide dennoch, das ist ihren Gesichtern unschwer abzulesen. Wenn Claudia Niklas-Reeps an ihre neue Aufgabe denkt, sagt sie: "Ich habe in meinem Kopf noch ganz viele Ideen." Den Beweis wird sie antreten, aber man glaubt es ihr zweifelsohne bereits jetzt.

Frauenwerk im Regionalzentrum, Kappeln: 04642 / 91 11-29 und -28


 
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