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Saustrup

Abgaben rauf, um Rücklage zu schonen

02. Februar 2013 | 00:05 Uhr | Von ql


Saustrup beschränkt seine Investitionen auf das Nötigste für Feuerwehr und Straßensanierungen. Ab 2014 erfolgen Abgaben für Glockenturmsanierung von fünf Euro pro Person.

Saustrup. Schweren Herzens entschloss sich die Gemeindevertretung Saustrup, das ungeliebte Instrument der Steuererhöhung einzusetzen. So steigen in diesem Jahr die Hebesätze von Grundsteuer A und B von 264 auf den Nivellierungssatz von 290 Prozent. Die Gewerbesteuer bleibt bei 380 Prozent. "Das führt zu Mehreinnahmen von 2200 Euro und deckt bei Weitem nicht unser Defizit, reduziert aber die Entnahme aus der Rücklage", erklärte Bürgermeisterin Heike Witt.

Denn im Ergebnisplan der Gemeinde, der Aufwendungen von 191.200 Euro aufweist, klafft ein Jahresfehlbetrag von 16.400 Euro, der über die Rücklage ausgeglichen werden muss. Diese sinkt zum Jahresende auf den Stand von 132.500 Euro. Angesichts dieser Zahlen wurden die Investitionen auf die Beschaffung von Digitalfunkgeräten für die Feuerwehr und die Tilgung des Breitbanddarlehens beschränkt.

"Einsparpotenzial ist in unserem Haushalt nicht zu erkennen", so Witt weiter. Ausgaben, die im Ermessen der Gemeindevertretung lägen, könne man nur im Bereich Feuerwehr und Straßenunterhaltung finden. Und die seien seit mehreren Jahren bereits auf ein Minimum reduziert.

Nach ausführlicher Diskussion entschieden die Mandatsträger einstimmig, die Sanierungsarbeiten an Kirche und Glockenturm der Norderbraruper Kirche in gleichem Maße zu unterstützen wie die anderen Kommunalgemeinden des Kirchspiels. Ab 2014 werden fünf Euro pro Einwohner für fünf Jahre zweckgebunden in den Topf des Kirchbauvereins fließen. Bedenken gegen den Beschluss bezogen sich auf die finanzielle Situation der Gemeinde. Letztlich überwog der Wunsch, dieses Kulturdenkmal zu erhalten.

Weiteres in Kürze:

Kay Johannsen ist der neue Schneevogt von Saustrup. Damit steht der Winterdienst unter seiner Leitung.

Bürgermeisterin Heike Witt teilte mit, dass sie nach 15 Jahren im Amt aus beruflichen Gründen nicht wieder als Bürgermeisterin kandidieren wird.

Der Termin für das Müllsammeln wurde auf den 13. April festgesetzt.


 
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