SCHLEI-BOTE
Starthilfe für den Kindergarten
Die Kinder nahmen den Bauwagen bereits in Besitz, und die Eltern freuen sich über die Spenden von Bürgermeisterin Renate Mielenz (2.v.l.) und Hans-Jürgen Schwager (l.). Foto: uk
Nieby. Bürgermeisterin Renate Mielenz ließ es sich nicht nehmen, dem Vorstand des Trägervereins des künftigen Wald- und Naturkindergartens Geltinger Birk die gute Nachricht persönlich zu überbringen: Am Vorabend hatte der Gemeinderat mit sechs Ja- bei zwei Neinstimmen und einer Enthaltung beschlossen, dem Verein als Starthilfe 1000 Euro zu spendieren. Das geschah vor dem Hintergrund, wie die Bürgermeisterin berichtete, dass der MTV Gelting als Träger des "Spielkreisels" es nicht gestattet hat, die vorhandenen Spielsachen nach dem Aus für die Einrichtung in die Nachfolgeeinrichtung Wald- und Naturkindergarten mitzunehmen.
Diese Mitteilung verwunderte und befremdete nicht nur die Kommunalpolitiker von Nieby, sondern auch die von Stoltebüll.Beide Gemeinden hatten Anfang des Jahres einer Kündigung des Vertrages mit dem MTV-Spielkreisel nicht zugestimmt. Doch fünf andere Gemeinden waren dafür. Jetzt wollen Nieby und Stoltebüll die Nachfolgeeinrichtung mit Sitz in Nieby unterstützen. Auch die Gemeinde Stoltebüll, so deren Bürgermeister Hans-Jürgen Schwager, will sich mit 1000 Euro an der Erstausstattung des Natur- und Waldkindergartens beteiligen. Der wird zum 1. August offiziell beginnen - 14 Mädchen und Jungen sind schon angemeldet. Die Freude bei den Vorstandsmitgliedern des Trägervereins war groß, denn sie stehen, was die Ausstattung mit Spielgeräten betrifft, zunächst einmal vor dem Nichts. Vorstandsmitglied Karen Tüxen hofft nun, dass das Spenden-Beispiel der Gemeinden Nieby und Stoltebüll möglichst viele Nachahmer findet.
Während die Noch-Spielkreisel-Kinder, von denen ein Großteil künftig Wald- und Natur-Kinder sein werden, sich auf dem Gelände des Kinderhauses Nieby von Raimund Stamm und Britta Bothe vergnügten, waren einige Eltern im Renovierungseinsatz. Sie bringen einen ausgedienten Bauwagen auf Vordermann - denn der soll bei schlechtem Wetter auf der Naturerlebniswiese von Falshöft unweit der Integrierten Naturschutzstation als Schutzraum dienen.
Der acht Meter lange Bauwagen - Baujahr 1980 - stand zuletzt in Diensten des Archäologischen Landesamtes und wurde während der Ausgrabungen in der Gemeinde vor zwei Jahren als Unterkunft genutzt. Als die Grabungen beendet waren und das Landesamt den Wagen "loswerden wollte", griff Raimund Stamm zu. Er erwarb den Wagen und gibt ihn nun "als meine Spende" an den Natur- und Waldkindergarten weiter. Der Wagen hat bereits eine neue wetterfeste Holzverkleidung erhalten und wird nun innen und außen "aufgehübscht".
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