SCHLEI-BOTE
Arbeitslosigkeit steigt weiter
Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Flensburg steigt weiter. Im Februar haben sich in den Kreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und der kreisfreien Stadt Flensburg 22 433 Personen arbeitslos gemeldet.
Das sind 646 mehr als im Januar und 1593 mehr als noch im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 10,6 Prozent auf 11 Prozent (Vorjahr: 10,1 Prozent).
"Der Zuwachs an Arbeitslosigkeit ist saisontypisch", sagte Martina Würker, Leiterin der Arbeitsagentur Flensburg. Erfreulich sei, dass die Baubranche ihre Mitarbeiter mit Hilfe des Saison-Kurzarbeitergeldes trotz der anhaltend kalten Witterung im Betrieb halte. Dies erklärt die ungewöhnliche Tatsache, dass sich in diesem Winter zwölf Prozent weniger Baufacharbeiter arbeitslos gemeldet haben als in dem milderen Winter des Vorjahres.
"Auffällig ist auch, dass die Arbeitslosigkeit nun auch verstärkt im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II (Hartz-IV) zunimmt", meinte Würker. 12 573 Personen sind als Hartz-IV-Bezieher arbeitslos gemeldet. Damit ist diese Zahl sowohl gegenüber dem Januar wie auch gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Auch in der Region Kappeln hat die Zahl der arbeitslosen SGB-II-Empfänger zugenommen und beträgt nunmehr 1057, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent auf alle zivilen Erwerbspersonen, damit ist die Quote so hoch wie in keiner anderen Geschäftsstelle.
Während im gesamten Agenturbezirk Flensburg die Arbeitslosigkeit im fünften Monat in Folge zugenommen hat, legte sie im Gebiet Kappeln bereits im achten aufeinander folgenden Monat zu.
1724 Personen sind hier insgesamt ohne Arbeit, das sind 27 mehr als im Vormonat und 156 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Februar 12,1 Prozent gegenüber 11,9 Prozent im Januar und 11,0 Prozent vor einem Jahr. Der Stellenbestand ist hier im Februar um 23 Stellen auf 99 gestiegen.
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