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Kappeln

VHS-Vorstand will ins Profigeschäft

21. Februar 2012 | 04:50 Uhr | Von rz

Der Vorstand der Volkshochschule Kappeln hat seit seiner Amtseinführung im November 2011 gute Arbeit geleistet. Dafür gab es reichlich Beifall. Foto: Barz

Führungsspitze erhielt Komplimente für schnelle Umsetzung der Aufgaben / Arbeit soll hauptamtlich werden / Verein sucht schon wieder neues Büro

Kappeln. Es war November, als die Volkshochschule (VHS) Kappeln auf ihrer Jahresversammlung den gesamten Vorstand neu wählte. Nun, gerade mal gut drei Monate später, legte dieser neue Vorstand auf seiner ersten Mitgliederversammlung eine Bilanz seiner Arbeit vor, und die fiel beeindurckend aus. Seit Amtsantritt hatte der Vorstand eine Menge Arbeit zu erledigen. Was dabei bisher herausgekommen ist, stellten die für einen bestimmten Bereich zuständigen Vorstandsmitglieder vor.

Vorsitzende Swantje Kretschmann berichtete den 20 anwesenden Mitgliedern von einer guten und intensiven Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums. Die mehrmaligen Treffen innerhalb dieser Zeit sind auch auf das Erstellen des VHS-Programmheftes zurückzuführen. Normalerweise erscheint das Heft vor Weihnachten, doch bedingt durch den kompletten Führungswechsel war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal das Programm erstellt (wir berichteten). Dennoch erschien das Heft, trotz erheblichen Zeitdrucks, wie avisiert Ende Januar. Die Hefte sind laut Kretschmann sehr begehrt. Zudem hat sich der Vorstand neue Ziele gesetzt. So soll künftig mit dem Seniorenbeirat, dem "Sozial-Forum" und der Gorch-Fock-Schule stärker zusammengearbeitet werden.

Die stellvertretende Vorsitzende Jördis Könnecke-Sehgal stellte das neue VHS-Büro in der Querstraße vor. Das teilt sich die VHS mit einem Partner. Allerdings, so Könnecke-Sehgal, habe man die Belegungszeiten im Kontaktbüro falsch eingeschätzt. Dies habe zu Problemen geführt, und deshalb sucht die VHS einen neuen Raum.

Die für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Dr. Christine Kohla erläuterte die Schwierigkeiten bei der Erstellung des Programmheftes. Zwar wurden die Arbeiten von dem alten, zurückgetretenen Vorstand unterstützt, aber da bis November überhaupt keine Vorbereitungen getroffen waren, war eine Menge Arbeit zu erledigen. Aufgrund der Eile enthalte das Heft ein paar Fehler. Kohla versprach, dass alles besser werde. Das gelte auch für die Mitgliederverwaltung. Bislang wurden nur die als Mitglieder mitgezählt, die ihren Beitrag vom Konto abbuchen ließen - das wird jetzt geändert. Kohla: "Es gibt ein paar Dunkelziffern." Wahrscheinlich wird dadurch eine höhere Mitgliederzahl als die bislang bekannte Zahl von 72 herauskommen. Erfreulich: Im Januar gab es fünf Neueintritte.

Kassenwart Wolfgang Nöding berichtete von Problemen mit der Knappschaft und der Berufsgenossenschaft. Auch wurden einige Kurse nicht kostendeckend durchgeführt. Daher gab es in den vergangenen Jahren ein Minus in der Kasse. Das sei aber nicht bedrohlich, weil die VHS ein gutes Finanzpolster besitze. Gleichzeitig machte er klar, dass er nicht länger als ein halbes Jahr Kassenwart bleiben möchte. Die viele Arbeit habe ihn gesundheitlich zermürbt, so Nöding. Ein Nachfolger steht bereits fest.

Schriftwart Volker Ramge lobte die gute Zusammenarbeit im Vorstand. Derzeit wird die neue Satzung erarbeitet, über die die Mitglieder dann am 27. März abstimmen. Mit der neuen Satzung soll die VHS an die "kleinstädtische Struktur angepasst" werden. Das gilt besonders für die Vorstandszusammensetzung. Künftig sollen zwei Vorstandsmitglieder vertretungsberechtigt sein. Auch die Vorstandsentschädigung soll neu geregelt werden. Ziel ist Hauptamtlichkeit. Doch bis es so weit ist, soll der Vorstand 600 Euro monatlich als Aufwandsentschädigung erhalten.

In der anschließenden Diskussion lobten die Mitglieder ausdrücklich die Vorstandsarbeit. Dass sich die VHS in kurzer Zeit so schlagkräftig präsentiere, daran hatten nicht viele geglaubt. Ingobert Andresen: "So hat die VHS wieder eine Zukunft."

Auf Nachfrage bestätigte Swantje Kretschmann, dass der Vorstand vonseiten des Landesverbandes keine Unterstützung erhalten habe. Diesen Wunsch wies der Verband mit der Begründung zurück, dass die VHS ein eigenständiger Verein sei.


 

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