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Projekt Hafenspitze lockt die Käufer
Die geplante Bebauung an Eckernfördes Hafenspitze wird derzeit heiß diskutiert und findet nicht nur Anhänger. Foto: Architekturbüro rimpf
Eckernförde. Das Projekt Hafenspitze befindet sich auf Kurs. 32 der 58 Wohnungen des ersten Bauabschnitts hat Bauherr und Investor Kai Schurkemeyer, Geschäftsführer der Penta Gruppe aus Berlin, bereits notariell beurkundet verkauft. Einschließlich der vorgemerkten Reservierungen steigt der Anteil der vergebenen Wohnungen sogar auf knapp 70 Prozent. Und damit ist Schurkemeyer "sehr, sehr zufrieden", wie er gestern auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Nachfrage und Verkaufsabschlüsse seien "mehr als wir in Berlin gewohnt sind".
Und dabei ist der Investor noch nicht einmal richtig in die überregionale Vermarktung in Richtung Ruhrgebiet oder Süddeutschland eingestiegen. Die wird er bemühen, um auch die restlichen 45 Prozent des ersten Bauabschnitts zu verkaufen. In den vergangenen zwei Wochen sei die Zahl der Anfragen wieder spürbar gestiegen. Bislang sind die Wohnungen, Lofts, Stadthäuser und Apartements, für die Quadratmeterpreise zwischen 2600 und 4000 Euro aufgerufen werden, vielfach an Erwerber aus der Region verkauft worden. "Die meisten Käufer kommen aus einem Umkreis von 30 Kilometern", präzisierte Schurkemeyer. Und die meisten Verträge seien noch im alten Jahr abgeschlossen worden, weil die Grunderwerbssteuer noch bei 3,5 statt bei jetzt fünf Prozent gelegen hätte.
Das Projekt Hafenspitze sei bei den Anlegern interessant, weil Eckernförde als eine entwicklungsfähige Stadt mit Potenzial und wertstabilen Immobilien gelte, die auch gut zu vermieten seien. Zum anderen bevorzugten Selbstnutzer aus dem ländlichen Umland die Wohnungen an der Hafenspitze, weil das Ostseebad ihnen ein angenehmes Leben in einem interessanten Umfeld bieten würde, umriss der Penta-Geschäftsführer den besonderen Reiz des neuen Wohnquartiers für unterschiedliche Interessensgruppen.
Ende Februar oder Anfang März sollen die Abrissarbeiten an der Hafenspitze beginnen. Die rote Halle der Fischer vor dem Parkdeck Jungfernstieg, das alte Zollabfertigungsgebäude an der Kaikante und die Motorenhalle werden fallen. Sollte die Witterung mitspielen und die Baugenehmigung bis dahin vorliegen, könnten Ende März die Bauarbeiten für das Apartementhaus mit 42 Wohnungen beginnen. Während der Wohnungsverkauf floriert, halten sich die Nutzer der gastronomischen Einheiten noch zurück. Jedenfalls sei bislang noch kein Pachtvertrag für das Restaurant im Apartementhaus zustande gekommen. Auch darum werde man sich in den nächsten Wochen intensiv kümmern, sagte Schurkemeyer.
Der Projektentwickler ist der Ansicht, dass die derzeit im Bau befindlichen Immobilienprojekte miteinander harmonieren. "Die Projekte haben ganz unterschiedliche Profile, es ist für jeden etwas dabei", sagte Kai Schurkemeyer. Ob Carlshöhe, Schleswiger Straße oder Jungfernstieg - keines dieser Bauvorhaben habe sich negativ auf die Hafenspitze ausgewirkt. Und auch von der Protestwelle gegen die anfangs kritisierte zu dichte und hohe Bebauung sei kaum noch etwas zu hören: "Wir verzeichnen fast durchgehend eine sehr positive Resonanz und ein reges Interesse."
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