SCHLEI-BOTE
Mehr Sicherheit für die Seewege
Flensburg. Das Maritime Zentrum der Fachhochschule Flensburg kann sich über 25 890 Euro freuen. Die Landesregierung unterstützt damit das Interreg-Nordseeprojekt "Accseas". Europa-Staatssekretär Heinz Maurus aus Kiel übergab den Zuwendungsbescheid an FH-Präsident Herbert Zickfeld.
Das Projekt "Accseas" (Accessibility for Shipping, Efficiency Advantages and Sustainability) möchte die Kommunikation auf See und an Land verbessern, um die Sicherheit zu steigern und die Umwelt zu schützen. "Die Titanic wurde als unsinkbar bezeichnet - vor 100 Jahren wurden wir eines Besseren belehrt", erklärt Maurus. Viele Schiffe seien gesunken, nicht zuletzt das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia". Mit dem Projekt soll die elektronische Navigation gefördert und dadurch Schiffs unglücke verhindert werden.
"Zur Steuerung von Schiffen soll die gleiche Sprache verwendet werden", sagte Maurus. Die Kommunikationssysteme seien jedoch nicht standardisiert, dadurch sei die Verständigung häufig schlecht. Um die Navigation zu verbessern, müssen Kapitäne zukünftig ihre geplanten Routen mitteilen. In Notfällen kann dadurch direkt interveniert werden.
Im Maritimen Zentrum wurden Simulationsbrücken erbaut. In diesen kann das Navigieren erprobt werden mit genauen Angaben wie Freiraum unter dem Schiff bis zum Meeresboden. So kann vermittelt werden, wie ein Schiff sicher in den Kieler Hafen einläuft.
"Insgesamt 9,2 Millionen Euro zusätzlicher EU-Mittel sind für 32 Interreg-Projekte nach Schleswig-Holstein geflossen", so Maurus. Interreg-Projekte sind Programme der Europäischen Union, die , grenzüberschreitend zusammenarbeiten, beispielsweise in den Bereichen Bildung und Umwelt. "Das Projekt ist wichtig - so sicher sind die Seewege nicht", bemerkte FH-PräsidentZickfeld.
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