SCHLEI-BOTE

 

Gemeinde will Kindergarten mieten

11. Februar 2012 | 04:40 Uhr | Von ql

Der Wasserschaden im Keller und die Änderung der Verträge für ihr Gebäude bekümmern die Kinder der Kindertagesstätte Scheggerott nicht. Für sie ist der Bau eines Schneemanns wesentlich wichtiger - auch wenn der Schnee bei den tiefen Temperaturen nicht so gut haftet. Foto: Kuhl

Unübersichtliche Eigentums- und Pachtverhältnisse bewegen Scheggerotts Gemeinderat dazu, Klarheit zu schaffen

Scheggerott. Die Gemeinde Scheggerott will das vertragliche Verhältnis zum Kindergarten auf neue Beine stellen. Anlass für diese Überlegungen war ein Wasserschaden im Keller der zum Gebäudekomplex des Kindergartens gehörenden Wohnungen. Dabei stellte sich heraus, dass die dort lebenden Mieter keinen Ansprechpartner für einen derartigen Katastrophenfall hatten. Erst Bürgermeister Hartwig Callsen konnte das Problem durch den Einsatz der Feuerwehr lösen.

Grundeigentümer des Kindergartengeländes ist die Gemeinde Scheggerott. Die Gebäude gehören anteilig den Trägergemeinden Norderbrarup, Rügge, Saustrup, Scheggerott, Wagersrott und Oersberg. Der gesamte Komplex inklusive der Mietwohnungen ist auf Erbpachtbasis der Kirchengemeinde Norderbrarup zur Nutzung überlassen. Diese hat den Vertrag an das Kindertages stättenwerk des Kirchenkreises übertragen - das in seiner Aufgabenstellung "normale" Mieter aber nicht vorsieht. Da der Erbpachtvertrag im nächsten Jahr ausläuft, will die Gemeinde Scheggerott diesen in einen normalen Mietvertrag umwandeln und dann mit den Mietern separate Verträge abschließen. Man geht davon aus, dass man beim Kindertagesstättenwerk und bei den beteiligten Trägergemeinden mit diesem Vorschlag offene Türen einrennt.

Der Haushalt der Gemeinde für das laufende Jahr weist Aufwendungen von 305 200 Euro aus und erwirtschaftet dabei einen Überschuss von 8800 Euro. An Investitionen sind neben der Beteiligung am amtsweiten Breitbandausbau in Höhe von 64 000 Euro nur noch Gelder für die Feuerwehr eingeplant. Doch geht Bürgermeister Hartwig Callsen davon aus, dass die 50 000 Euro, die man schon im vergangenen Jahr für ein gebrauchtes Fahrzeug eingestellt hatte, nicht ausreichen. "Im Augenblick ist der Markt für nutzbare, gebrauchte Feuerwehrfahrzeuge wie leer gefegt", meinte der Bürgermeister. Er denkt nun mit den Beteiligten über eine neue Lösung nach. Für 8000 Euro sollen die beiden Feuerwehren Scheggerotts auf Digitalfunk umgerüstet werden.

Den Absichten der Aktivregion Schlei-Ostsee zur Einrichtung eines gemeindeübergreifenden Reitwegenetzes steht man in Scheggerott neutral gegenüber, wenn der Gemeinde dabei keine Kosten für Einrichtung oder Unterhalt entstehen. Im Ortsteil Brarupholz wurde ein neuer Hydrant installiert.


 

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