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Nord-Süd-Stromtrasse

Dänemarks Stromautobahn wird fit für die Zukunft

21. Februar 2012 | 03:30 Uhr | Von Volker Heesch

Schnellverfahren: Die Hülsen für die ersten Strommasten werden im Boden versenkt. Foto: DN

Leitung soll Strom aus Windenergie aufnehmen / Trasse geht auf Abstand zu Wohnhäusern

Apenrade Nach mehrmonatiger Verzögerung ist jetzt der Startschuss zum Ausbau der wichtigen Nord-Süd-Stromtrasse zwischen Kassö bei Jordkirch und Tjele in Nordjütland gefallen. In der Nähe von Aggerschau wurden die ersten Stahlrohre mit zwei Metern Durchmesser in die Erde gerammt, in denen die rund 40 Meter hohen Stromleitungsmasten verankert werden, die ein neuartiges Design erhalten.

"Es werden 530 neue Hochspannungsmasten aufgestellt. Insgesamt werden rund 2,9 Milliarden Kronen investiert", so der für die Transmissionsprojekte der staatlichen Gesellschaft "Energinet.dk" zuständige Mitarbeiter Christian Jensen. Die neue "Stromautobahn" ist 172 Kilometer lang. Die neuen Masten werden fast alle im Verlauf der heutigen Trasse aufgestellt. Die Aufstellung der vom Unternehmen "DS - SM " in Jordkirch gefertigten Metallmasten beginnt von Kassö aus nordwärts. Die Verstärkung der Durchleitungskapazität von heute rund 1.150 Megawatt auf zweimal 1.800 Megawatt ist nach Angaben Jensens ein Kernstück der Umstellung der dänischen Energieversorgung auf Strom aus Windkraft. Der Ausbau der Stromtrasse, die durchweg der bestehenden Hochspannungsleitung folgt, kostet rund 2,9 Milliarden Kronen. In einigen Bereichen werden kürzere Abschnitte verkabelt. Forderungen von Anwohnern, die Trasse ganz zu verkabeln, waren unter Hinweis auf hohe Kosten und technische Begrenzungen zurückgewiesen worden, Im Zuge der Planungen hatte es mehrere Bürgerversammlungen, Anhörungen und schließlich die erforderlichen Genehmigungen durch die staatlichen Umweltbehörden gegeben. Im Zuge des Projektes wird nicht nur die bestehende , ca. 50 Jahre alte Leitung abgerissen. Es werden zugleich 131 Kilometer Freileitung in angrenzenden Regionen abgebaut, Dazu zählt u. a. die Leitung, die von Kassö ab Woyens vorbei Richtung Norden verläuft. "Energinet.dk" verweist darauf, dass 35 Prozent weniger Wohngebäude als bisher künftig weniger als 80 Meter Abstand zu der neuen Stromtrasse haben.

"Wir sind froh, dass wir trotz des später als geplanten Baubeginns den Zeitplan einhalten können", so Christian Jensen. Ab 2014 soll die Verbindung vor allem auch der Durchleitung von Windstrom innerhalb Dänemarks sowie nach Norwegen, Schweden und Deutschland dienen. Die neue Trasse ist neben der fertiggestellten Verbindung unter dem Großen Belt wichtiges Element bei der Umstellung auf Windenergie.


 

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