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Betrug im Internet und an der Haustür: Polizei sensibilisiert Senioren

21. Februar 2012 | 03:00 Uhr | Von sb

Polizeihauptkommissar Rainer Detlefsen sprach vor einem interessierten Publikum. Foto: Fettig

Kappeln. Immer öfter ist zu lesen, dass gerade Senioren Opfer von Betrügern werden. Wertvolle Tipps, wie man sich schützen kann, konnten kürzlich Teilnehmer einer Veranstaltung der "Freien Alten- und Nachbarschaftshilfe Kappeln" ("Franka") und des Seniorenbeirats Kappeln erfahren.

Polizeihauptkommissar Rainer Detlefsen, Leiter der Polizeizentralstation Kappeln, warnte: Gerade in den vergangenen Wochen seien verstärkt Anzeigen aufgrund ungerechtfertigter Gebührenforderungen bei der Polizei eingegangen. Keinesfalls sollte man einer solchen Aufforderung nachkommen. "Kommen Sie mit ihren Unterlagen zur Polizei", riet der Fachmann. Im Rahmen der Computerkriminalität warnte Detlefsen vor dem Öffnen von eMails, deren Absender unbekannt sei. Oft enthielten die Anhänge Viren, die den Computer schädigen. Detlefsen: "Wenn Sie dubiose Mails erhalten, drucken Sie sie aus und gehen Sie damit zur Polizei. Meist haben sich schon andere Betroffene gemeldet." Auch Spam-Mails von Behörden seien als grobe Fälschung im Umlauf. Eine Masche sei, dass sich beim Öffnen der Mail der Bildschirm ausschalte. Nur gegen eine Gebühr sei der Schaden wieder zu beheben. "Überweisen Sie nichts, die Programme sind gefälscht", riet der Hauptkommissar. Inzwischen gebe es eine Reihe von Spezialprogrammen, die eingefangene Viren wieder entfernen - man sollte aber immer den Fachmann zu Rate ziehen. Unbedingt erforderlich sei auch eine Firewall (Virenschutzschild). Dabei gebe es sogar kostenlose Programme, die vor unberechtigtem Zugriff schützen.

Auch öffentliche Gewinnspiele mit hohen Gewinnzusagen dienten in der Regel nur dem Sammeln von Adressen für Werbezwecke. "Und achten Sie bei Haustürgeschäften darauf, ob Sie auch wirklich ein Widerspruchsrecht haben", so Detlefsen. Auch unter Spendensammlern, ob im Internet oder auf der Straße, gebe es Betrüger. Bei unbekannten Organisationen sei Vorsicht geboten. Wenn man sich betrogen fühle oder einen lästigen Besucher an der Haustür nicht mehr loswerde: "Umgehend die 110 wählen, wir werden kommen", so der Polizist.


 

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