OSTHOLSTEINER ANZEIGER
Sanierung fast abgeschlossen
Das Eutiner Schwimmbad ist im 21. Jahrhundert angekommen
Moderne Gestaltung auch in den Duschräumen, die Andreas Bünger (links) und Marc Mißling präsentierten.
Eutin. "Neuen Glanz und viel Komfort" versprechen die Stadtwerke Eutin (SWE) für das Schwimmbad, das am Montag (2. Februar) nach einem halben Jahr Umbau wieder eröffnet wird. Montag ist Gruppentag, für die breite Öffentlichkeit wird Dienstag (3. Februar) der erste reguläre Öffnungstag.
SWE-Chef Andreas Bünger und Prokurist Marc Mißling führten gestern Journalisten durch das Gebäude, in dem nur noch wenig an sein Baujahr 1972 erinnert. Mit einem Aufwand von 4,35 Millionen Euro (Stand von gestern), 250.000 Euro mehr als anfangs kalkuliert, wurden sowohl Aussehen als auch Technik erneuert.
Auf Liegen sollen sich Eltern entspannen können
Der Badegast findet den Kassenautomaten erst im Obergeschoss, das über einen Aufzug erreicht werden kann. Nicht nur der Lift kommt den Belangen von Rollstuhlfahrern entgegen, für sie wurde auch eine behindertengerechte Toilette gebaut. Der Kassenautomat liegt nun im Blickfeld der Schwimm-Meister, die Bedienungshilfe leisten können. Vollkommen neu sind Umkleiden, Schließfächer, Toiletten, Duschen sowie Haarfön-Möglichkeiten. Mit modernen Holztönen, großen Spiegeln, Fliesen in Walnuss- und Cappuccino-Farben ist die Optik im 21. Jahrhundert angekommen.
Die Becken in der Schwimmhalle haben ihr Aussehen nicht verändert, allerdings hat die Halle neue Bodenfliesen bekommen und es wurde eine durchgehenden Sicht durch beide Bereiche geöffnet. Lagunen-blaue Wandfliesen garnieren das Planschbecken. Auf Liegen sollen sich Eltern entspannen und dabei ihre Kinder im Blick haben können.
Hinter den Sprungbrettern ist ein durch Glas abgetrennter Multifunktionsraum entstanden, der bei Wettkämpfen ebenso genutzt werden kann wie für Kindergeburtstage. Im Keller steht ein ruhiger Raum - zum Beispiel für die Auswertung von Wettkämpfen - zur Verfügung.
Über Eintrittsgelder wird nur ein Drittel der Kosten gedeckt
Der weitaus größte Teil der Investitionen bleibt dem Gast verborgen: die Technik. Eine neue Filteranlage, mit der Wasser nicht mehr ins Klärwerk geleitet werden muss (spart Abwassergebühren), umfangreiche Dämm-Maßnahmen für eine erwartete deutliche Senkung der Heizkosten, eine neue, aufwändige Lüftung und Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser gehören dazu.
Die Stadtwerke wollen das jährliche Defizit für den Betrieb der Schwimmhalle von 600.000 auf 400.000 Euro senken, obwohl über Eintrittsgelder nur ein Drittel der Kosten gedeckt wird. Neben der Einsparung von Energie- und Abwasserkosten ist eine Erhöhung der Eintrittsgelder beschlossen: 4 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder und Jugendliche (ohne zeitliche Begrenzung). Es sei die erste Erhöhung seit acht Jahren, betont Bünger.
"Wir werden Eutiner Gruppen keinen verbilligten Preis mehr machen"
Gruppengebühren werden einheitlich auf 125 Euro pro Stunde (bisher 75 oder 100 Euro) erhöht. Ein Privileg für Gruppen aus Eutin entfällt damit. "Wir werden Eutiner Gruppen keinen verbilligten Preis mehr machen, sondern ihnen im Rahmen von Sponsoring unter die Arme greifen", kündigte Bünger an.
Noch zwei Wermutstropfen: Einen Warmbadetag gibt es nicht mehr, ebenso keine Sauna mehr.
Als Eröffnungsangebot ist der Eintrittspreis bis einschließlich 14. Februar für Erwachsene 2 Euro und für Kinder 1 Euro. Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 13 Uhr, außerdem dienstags 15 bis 21 Uhr, mittwochs 15 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags 15 bis 20 Uhr, sonnabends 11 bis 17 Uhr (ab 15 Uhr Spielnachmittag), sonntags 8 bis 13 Uhr.
Lust auf mehr? Den Ostholsteiner Anzeiger jetzt
2 Wochen kostenlos testen.







