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Plöner Schlosspark
Parksanierung am Prinzenhaus beginnt im Juni
Plön. Die Sanierung des Plöner Schlossparks beginnt im Juni. Das teilten gestern die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und der Verein "Prinzenhaus zu Plön" mit. Am Ende der Umgestaltung der Sportanlagen und Fortsetzung der Parksanierung stehen ein Gartendenkmal mit einem Sportplatz zur Verfügung.
Die DSD und der Verein "Prinzenhaus zu Plön" wollen am Dienstag, 15. Januar, um 19 Uhr im Prinzenhaus über das Projekt informieren. Denkmalpflegerin Dr. Silke Hunzinger stellt dabei die Entwicklung der Parkanlagen vom herzoglichen Rokokogarten der Zeit um 1750 bis zur Gegenwart vor.
Danach erläutert Landschaftsarchitekt Holger Muhs die Planungen. Bei der weiteren Sanierung des Parks wird die Hauptsichtachse aus dem Prinzenhaus in den Park wiederhergestellt. Der Sportplatz bleibt bei einer Reduzierung von Zaunanlagen und Laufbahnflächen sowie dem Rückbau störender Elemente weiterhin nutzbar. Die Verbindung zwischen Sportfeld und dem schon sanierten Bereich direkt hinter dem Prinzenhaus wird zu einem harmonischen Gesamtbild überarbeitet, heißt es in einer Pressenotiz.
Die DSD als Eigentümerin, der Kreis als Pächter und Nutzer sowie die Stadt als weiterer Nutzer der Sportanlagen vereinbarten, dass die dem Gymnasium und den Sportvereinen auch zukünftig zur Verfügung stehenden Sportanlagen einschließlich des Umkleidegebäudes von Kreis und Stadt umgebaut und saniert werden. Kreis und Stadt garantieren auch deren dauerhafte Pflege sowie den Unterhalt. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf 430.000 Euro, die Kreis, Stadt und Schulverband tragen. Die Parksanierung zwischen Sportplatz und Prinzenhaus übernimmt die DSD. Die Kosten werden auf 100.000 Euro geschätzt. An dieser Maßnahme beteiligt sich auch der Verein "Prinzenhaus zu Plön" mit einer Spende von 10.000 Euro.
Plön liegt wie eine Insel direkt am Großen Plöner See inmitten der holsteinischen Seenplatte. Plön gelangte 1460 an das dänische Königshaus und nach wiederholten Landesteilungen an das kleine neu gegründete Fürstentum Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, das bis 1761 bestand. Herzog Joachim Ernst machte Plön zur Residenzstadt. Er ließ 1633 an der Stelle einer mittelalterlichen Burg ein Renaissanceschloss errichten, das seither die Stadtsilhouette prägt.
Mit den Erweiterungsarbeiten am Plöner Schloss in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde auch der heutige Schlosspark mit dem Lustschlösschen im Stil des Rokoko errichtet. Das heutige Prinzenhaus entstand westlich des Hauptschlosses in den Jahren zwischen 1745 und 1751. 1999 übertrug das Land das Plöner Prinzenhaus mitsamt Schlossgarten, Lindenallee und Sportplatz der in Bonn ansässigen privaten Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die die Anlage 2000 bis 2003 instandgesetzt und öffentlich zugänglich gemacht hat.
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