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Malente sagt Sucht und Drogen den Kampf an
Entwickelten gemeinsam das neue Netzwerk-Projekt (von links): Anne Hoffmann, Monika Bogner-Schultze, Stefan Grewe, Astrid Fock und Michael Koch. Foto: Ahrens
Malente. Aus nächster Nähe hat Monika Bogner-Schultze erfahren, welches Leid eine Drogensucht verursachen kann: Ihr Schwiegersohn war heroinabhängig. Während er auf Entzug war, verfiel Bogner-Schultzes Tochter selbst der Droge. Nun will Bogner-Schultze, die die Drogenhilfe Ostholstein "Lichtblick" leitet, ihre Erfahrungen nutzen. Sie bietet ab Dienstag, 5. März, einmal wöchentlich eine anonyme und kostenlose Suchtberatung im Malenter Rathaus an. Das Angebot richtet sich an Abhängige jeder Art - ob drogen- oder alkoholabhängig, medien- oder glücksspielsüchtig.
"Es ist wichtig, so früh wie möglich Hilfe in Anspruch zu nehmen", betont Bogner-Schultze. Schon beim kleinsten Hinweis auf eine Sucht rät Bogner-Schultze betroffenen Jugendlichen, Erwachsen, besorgten Angehörigen und Arbeitgebern dazu, eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen - etwa die von ihr Angebotene im Malenter Rathaus. Dafür müsse man sich "nicht schämen" und solle "einfach kommen".
Vor zwei Jahren entstand in der Malenter Schule und bei Bogner-Schultz die Überlegung eine solche außerschulische Beratungsstelle ins Leben zu rufen, berichtete die kommissarische Schulleiterin Astrid Fock.
Die Beratungsstelle soll ein Bindeglied zwischen Schule und Gemeinde darstellen, so Fock. Um die Anonymität zu gewährleisten, seien die Beratungszeiten bewusst im Rahmen der Öffnungszeiten des Rathauses gewählt worden. Um die nötige Unterstützung frühestmöglich gewährleisten zu können, kümmerte sich die Gemeinde Malente in Zusammenarbeit mit der Schule an den Auewiesen um Fördergelder für die Beratung.
Finanziert wird die vorerst bis Ende des Jahres laufende Beratungsstelle mit 7800 Euro über die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde Malente und die Schule an den Auewiesen hatten sich um die Fördergelder bemüht. Ob das Projekt über das Jahr 2013 hinaus weitergeführt wird, konnte Bürgermeister Michael Koch noch nicht sagen.
Die Beratungsstelle im Zimmer 20 ist dienstags zwischen 15 und 17 Uhr geöffnet und telefonisch unter 04523/ 7992026 erreichbar.
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