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Eutin

Eutiner Eisbahn war finanzielles Desaster

09. Januar 2013 | 00:00 Uhr | Von ckf


Die Eiszeit ist vobei, Ulfert Georgs und Mitarbeiter bauen die Eisbahn ab. Foto: christoph käfer

Die Eiszeit ist vobei, Ulfert Georgs und Mitarbeiter bauen die Eisbahn ab. Foto: christoph käfer

Betreiber Ulfert Georgs: Die Zahl der Nutzer blieb unter dem Niveau des Vorjahres.

Eutin. Die gefrorene Fläche der Eisbahn auf dem Eutiner Markt ist abgetaut, doch die Stimmung von Betreiber Ulfert Georgs bleibt eisig. Die Eisbahn sei dieses Mal ein wirtschaftliches Desaster. Dennoch erwägt der Neustädter Unternehmer, das Kufenvergnügen auf dem Eis dieses Jahr ab November ein drittes Mal zu veranstalten.

"Es lief überhaupt nicht gut, ehrlich gesagt sogar richtig schlecht", konstatiert Georgs. Nachdem er bei der Erstauflage der Eisbahn im Vorjahr rund 10.000 Gäste zählte, hatte der Neustädter auf bis zu 15.000 Besucher für diese Saison gehofft. Tatsächlich seien nur etwa halb so viele gekommen. Georgs schätzt, dass die Zahl zwischen 6000 und 8000 lag.

Allein Aufbau und Betreiberkosten kosteten 55.000 Euro

Fest stehe daher, dass er mit der Veranstaltung Verluste mache. "Allein der Aufbau und die Betreiberkosten, wie Miete, kosteten mich 55.000 Euro. Darin sind die Ausgaben für Personal und Strom noch gar nicht einberechnet. Das kann ich mit den Einnahmen keineswegs decken", sagte Georgs mit bedrückter Stimme. Zu den Gründen für diese Einbußen zählt er das Wetter. "Im Dezember lag über zwei Wochen lang Schnee. Da sind die Kinder lieber Rodeln gegangen, als für zwei Euro Schlittschuh zu laufen. Und der Punschverkauf im Zelt hat auch gestockt: Erst war es vielen zu glatt, im Dezember und Januar dann zu warm."

Im Vorjahr habe ihm das Wetter deutlich mehr in die Karten gespielt. "Damals waren fast durchweg Plusgrade. Optimal wären aber dauerhaft leichte Minusgrade ohne Schnee", so Georgs. Ähnlich schlecht sei das Geschäft wegen des Wetters bei der Eisbahn in Lütjenburg gewesen, die der Neustädter ebenfalls unterhielt.

Entscheidung über Eisbahn 2013 fällt im März

Die Tatsache, dass etliche Gäste zu der Eisbahn eigens anreisten, konnte Georgs wenig trösten. "Es kamen ganze Schulklassen aus Ratzeburg oder Lübeck. So hatte ich an einem Vormittag vor Ferienbeginn fast 400 Kinder auf der Bahn. Aber die Preise für die Schüler sind so gering, dass ich daran nichts verdiene."

Trotzdem hält Georgs es für wahrscheinlich, dass er zum Ende des Jahres einen neuen Anlauf mit der Eisbahn wagt. "Das ist noch nicht ganz sicher, aber es sieht gut aus", sagt Georgs. Im März soll eine Entscheidung darüber fallen. "Vieles hängt auch vom Ausgang der Gespräche mit der Stadt ab."

Ein solches hat es bislang noch nicht gegeben. Zu den Themen mit Klärungsbedarf zählt für Ulfert Georgs, für welchen Zeitraum die Eisbahn aufgebaut werden darf und an welcher Stelle.

Georgs weiß: "Der Stadt wäre es lieber gewesen, wenn ich auf den Berliner Platz ausgewichen wäre, weil es dann zu keinen Platzproblemen mit den Marktbeschickern kommt." Für ihn komme aber nur ein Standort in Frage: der Markt.


 
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