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Projekt "Leuchtpol"

Großes für die Kleinen geleistet

03. März 2011 | 06:23 Uhr | Von Michael Kuhr

Kinder erklärten der Umweltministerin, wie man am besten Strom spart.

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Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf besuchte gestern die evangelisch-lutherische Kindertagesstätte "Regenbogenhaus" in Plön.

Plön. Was passiert eigentlich, wenn der Strom nicht mehr aus der Steckdose kommt? Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Regenbogenhaus" haben es im Rahmen des Projektes "Leuchtpol" erfahren. Das Ergebnis hat gestern auch Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf interessiert. Sie stattete den Kindern einen Besuch ab und bastelte auch mit ihnen.

Der engagierte Leiter des Regenbogenhauses, Christoph Kohrt, erinnerte an den Tag ohne Strom. "Am Lagerfeuer wurde das Essen zubereitet und danach gab es auch noch ein kleines Konzert", schwärmte er. Rittersleute erzählten, wie sie im Mittelalter ohne Strom lebten. Lediglich Beleuchtung und Pumpe im Aquarium sowie der Kühlschrank blieben am Stromnetz.

Das Regenbogenhaus hat sich mit dem Projekt auch bei der Ernährung der Mädchen und Jungen umgestellt: "Es gibt nur noch Produkte der Saison und aus der Region", berichtete Kohrt. Kakao gebe es jetzt als "Fair-Trade"-Ware aus der Dritten Welt - wegen des hohen Preises allerdings nur zwei Mal in der Woche - und den Käse liefert das Gut Behl.

Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf zeigte sich von den kreativen Aktivitäten der kleinen Zukunftsgestalter im "Regenbogenhaus" begeistert: "Es ist toll zu erleben, mit welcher Neugier und Begeisterung sich die Kinder mit solch scheinbar komplexen Themen wie Energie auseinandersetzen und dabei spielerisch Zusammenhänge erschließen." Es sei Großes für die Kleinen geleistet worden,

Dr. Juliane Rumpf wünschte sich, dass dieses Konzept viele Nachahmer findet. Es sei ein gutes Beispiel für die lebendige Umsetzung der Bildungsleitlinien für die Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein, bei denen ein starker Bezug zu den Themen der nachhaltigen Entwicklung und nicht zuletzt ein beteiligender Bildungsansatz gewollt sind.

"Bis Ende 2012 sollen nach vierjähriger Projektzeit mit ,Leuchtpol’ 4000 Kindertagesstätten in allen Bundesländern erreicht werden, davon 180 in Schleswig-Holstein", sagte Christiane Sauer, Geschäftsführerin von "Leuchtpol". Bisher seien rund 2100 Erzieher geschult worden.

In Schleswig-Holstein haben bisher schon 50 Kindertagestätten an dem Projekt teilgenommen, freut sich auch Andrea Cammann, Projektleiterin der eon-Hanse, die das vierjährige deutschlandweite Projekt finanziell unterstützen. "Wissen, das im Kindergarten vermittelt wird, nehmen die Kinder ihr ganzes Leben lang", weiß Andrea Cammann. Deshalb sei es der eon-Hanse als regionalem Netzbetreiber wichtig, dass auch Themen wie Umwelt- und Klimaschutz sowie Energiesparen den Kinder bereits im Kindergarten mit auf den Weg gegeben werden. Plöns Pastor Jörn Kress, der mit Bürgervorsteher Hans-Jürgen Kreuzburg und Bürgermeister Jens Paustian ins von der Kirche betriebene Regenbogenhaus gekommen war, zeigte sich stolz über die Projektarbeit.


 

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