OSTHOLSTEINER ANZEIGER
Absage ärgert Unternehmer
Eutin. Auf großes Missfallen stößt beim Unternehmensverband Ostholstein-Plön das Nein von Bundesverkehrsminister Ramsauer zu einer Tunnel-Lösung für den Fehmarnsund. Mit dieser Ablehnung "wollen wir uns nicht abfinden", erklärte Verbandschef Werner Süß gestern öffentlich.
Die Kieler Wirtschafts-Staatssekretärin Tamara Zieschang hatte sich jüngst im Dialogforum Fehmarnbelt für den Bau eines Tunnels unter dem Fehmarnsund ausgesprochen und angekündigt, dies im Bundesverkehrswegeplan durchsetzen zu wollen. Dem Vorstoß erteilte Minister Peter Ramsauer allerdings postwendend eine klare Absage (der OHA berichtete).
Das wiederum ärgert den Unternehmensverband. Der Vorsitzende Werner Süß wörtlich: "Die brüske Ablehnung seitens des Bundesverkehrsministers Ramsauer erstaunt uns doch sehr. Noch mehr sind wir über die Begründung verwundert, der Brückenausbau oder ein Tunnel sei vom Aufkommen her nicht erforderlich. Damit spielt der Minister den Gegnern des Projekts in die Karten."
Süß verwies auf eine Simulation des Landesbetriebs Straßenbau. Sie zeige, dass schon jetzt mit Staus an der Fehmarnsundbrücke zu rechnen sei, besonders in der Urlaubszeit. Süß kündigte an, dass sich der Unternehmensverband Ostholstein-Plön weiterhin mit allen Kräften für eine Ertüchtigung der Fehmarnsund-Querung einsetzen werde.
Süß: "Es ist nicht akzeptabel, auf einer durchgehenden Verbindung von Südschweden nach Norddeutschland, die über vier Fahrspuren und zwei Bahngleise verfügen soll, absehbar eine Engstelle zu behalten." Und weiter: "Nehmen wir uns ein Beispiel an den Dänen. Die werden ihre marode Storstrømsbrücke bis zur Eröffnung der Fehmarnbelt-Querung ersetzt haben."
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