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Zwei Monate Fahrverbot
Plön. Ein Transportfacharbeiter aus Winsen/Luhe ist gestern vom Amtsgericht Plön zu einem Fahrverbot von zwei Monaten und einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 25 Euro verurteilt worden. Der 31-Jährige war am Lenkrad seines VW-Golfs eingenickt, war ins Schleudern geraten und hatte dabei Kontakt mit drei Fahrzeugen. Es entstand Schaden von mehreren tausend Euro. Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon.
Der Unfall passierte am 7. September des vergangenen Jahres. Patrick R. war auf dcr B 76 von Kiel in Richtung Lübeck unterwegs als ihm gegen 15.45 Uhr in Höhe von Preetz vor Müdigkeit die Augen zufielen. Er geriet mit seinem Golf auf die Gegenfahrbahn und streifte dabei einen Mercedes-Benz, einen Seat und einen VW-Caddy. Durch lautes Knallen hellwach geworden kam der Unfallfahrer an der Leitplanke zum Stehen.
R. räumte unter Tränen familiäre Probleme zum Zeitpunkt des Unfalls ein: "Es war eine besondere Situation." Seine Mutter sei schwer krebskrank gewesen und habe nur zwischen Wohnung und Klinik gependelt. Sie sei mittlerweile an den Folgen der Krankheit verstorben. Auf jeden Fall habe R. seine Mutter sehr unterstützt und "nebenbei" noch gearbeitet. "Irgendwann ging es einfach nicht mehr", sagte er und bedauerte den Vorfall.
Und die gerichtlichen Folgen? "Wenn mir mein Führerschein zu lange weggenommen wird, dann verliere ich auch meine Arbeit", sagte der straf- und verkehrsrechtlich bisher unbescholtene Angeklagte, der seit 2006 bei seiner Firma arbeitet. Der zunächst erteilte Strafbefehl lautete auf sechs Monate Fahrverbot. Amtsrichterin und Staatsanwalt ließen sich am Ende auf zwei Monate Fahrverbot "erweichen".
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