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Fehlendes Einvernehmen fordert Kultusministerium
Abitur: Kiel muss in Eutin mitsprechen
Eutin. Der Schulausschuss der Stadt hat zwar gestern Abend einmütig eine Vorlage der Verwaltung gebilligt, nach der die Voß-Schule weiter das "Turbo-Abi" (G 8, Grundschule plus acht Jahre) anbietet und die Weber-Schule zum herkömmlichen Abitur (G 9, Grundschule plus neun Jahre) zurückkehrt. Da aber die Schulkonferenz der Voß-Schule mehrheitlich gegen G 8 gestimmt hat, muss nun das Kultusministerium eine Entscheidung fällen.
Die Ausschuss-Mitglieder berieten gestern ausgiebig mehr als eine Stunde lang, bevor sie nach einer Sitzungspause zu einem einstimmigen Beschluss kamen: Wie von der Verwaltung empfohlen, soll vom Sommer an das Weber-Gymnasium zum Abitur nach 13 Schuljahren zurückkehren. Das Voß-Gymnasium soll dagegen bei dem modernen Bildungsgang G 8 bleiben.
Für die Weber-Schule ist damit alles im Lot: Zwar tagt die Schulkonferenz erst am 7. Februar, aber Elternschaft, Kollegium, Schülervertreter und Schulleitung plädieren für G 9. Eine Elternbefragung habe 63 Prozent für G 9 ergeben, sagte Elternsprecher Dr. Peer Knacke dem OHA.
Komplizierter wird der Fall an der Voß-Schule: Dort hat die Schulkonferenz schon getagt. Nach Auskunft des Schulleiters Dr. Jürgen Küster, der selbst für die Beibehaltung von G 8 plädiert, stimmten 16 Mitglieder der Konferenz für die Rückkehr zu G 9, für G 8 stimmten 12, zwei enthielten sich.
Die Entscheidung über G 8 oder G 9 soll aber laut Gesetz im Einvernehmen zwischen Schulleitung, Schulkonferenz und Schulträger erfolgen. Gibt es dieses Einvernehmen nicht, hat sich das Kultusministerium das letzte Wort vorbehalten - und genau das muss nun bei der Voß-Schule in Kiel gesprochen werden.
Eine Entscheidung ist auf jeden Fall dringend, da die Schulen in Kürze ihre Informationsabende für Eltern veranstalten werden und dann sagen können müssten, was sie im neuen Schuljahr anbieten.
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