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Norddeutsche Motive in zwei Formen

04. Juli 2012 | 00:00 Uhr | Von kon


Ausstellungseröffnung mit Klaus Musolf, Carola Steltner, Bürgermeister Friedhelm Bahnsen und  Jürgen Halbbauer.  Foto: kon

Ausstellungseröffnung mit Klaus Musolf, Carola Steltner, Bürgermeister Friedhelm Bahnsen und Jürgen Halbbauer. Foto: kon

Klanxbüll. Liebhaber der Aquarellmalerei und der Tiffany-Glaskunst kommen zurzeit in der Wiedingharde auf ihre Kosten. Im Infozentrum in Klanxbüll läuft eine Ausstellung mit Arbeiten des Malers Klaus Musolf und Tiffany-Künstlers Jürgen Halbbauer. Musolf liefert mit seinen Aquarellen die Vorlagen für die Glaskunst Halbbauers. Seine Motive findet Musolf zuhauf in direkter Nachbarschaft seines Hauses vor den Toren Klanxbülls.

"Erst hier im Norden habe ich wieder begonnen, täglich zu malen", sagt der Künstler. Seine Kunst sei sehr spontan geworden. "Die klare Luft, der weite Himmel, die offene Grenze zum Nachbarland, ein wunderbares Haus mit schönem Atelier und großem Grundstück, das inspiriert."

Die Begeisterung Musolfs für den nördlichsten Zipfel der Republik ist in seinen Bildern zu spüren. Mit ausgesucht feinem Farbempfinden setzt er sparsame Pinselstriche. Musolf beobachtet genau, lässt Unwesentliches weg. Er konzentriert sich auf das, was sein Künstlerauge begeistert, und das sind nicht zuletzt die Farben. Von Ribe bis Husum gibt es kaum ein Motiv, das in seiner Sammlung nicht auftaucht.

Seinen Fuß setzt der Künstler gern auf dänischen Boden. "Die Menschen sind so freundlich und unkompliziert", sagt er vor den Erschienenen zur Ausstellungseröffnung. Auch Dänen waren darunter. Klanxbülls Bürgermeister Friedhelm Bahnsen beglückwünschte Klaus Musolf, der innerhalb kurzer Zeit Künstler der Region geworden sei. "Solche Leute wie Sie brauchen wir hier."

Jürgen Halbbauer und Klaus Musolf sind sich zufällig über den Weg gelaufen. Ein glücklicher Zufall, sagen beide, denn sie reduzieren, was die Natur vorgibt, Halbbauer zwangsläufig mehr als Musolf. In den "Glaspuzzles" erkennt der Betrachter jedoch immer das zugrunde liegende Aquarell Musolfs. Während ein Aquarell flink von der Hand gehen muss, arbeitet der Tiffanykünstler vier Tage und mehr an einem Motiv. Schablonen müssen entworfen und Glas ausgesucht werden. "Das Löten von beiden Seiten dauert auch seine Zeit", erklärt Halbbauer, der seit einem Jahr in Karlum lebt. Die Ergebnisse sind wunderschön, da die Farben durch das hindurch fallende Licht eine enorme Leuchtkraft entwickeln.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Juli im Infocenter Wiedingharde in Klanxbüll zu sehen.




 
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