HUSUMER NACHRICHTEN
Bei Niedrigwasser gibt es Probleme
Nordfriesland. Noch hat die Entnahme von Sand vor Wittdün keine Entspannung für den Fährverkehr bei extremem Niedrigwasser gebracht. Auch wenn der Saugbagger "Ijsseldelta" eine Schiffsladung nach der anderen im Bereich der Einfahrt von Amrums Hafen aufsaugt und seine Fracht für Küstenschutzmaßnahmen an den Strand von Föhr bläst, bleibt das Fahrwasser vor Wittdün doch noch tückisch für die Schifffahrt.
Besonders bei Wind aus östlicher Richtung läuft das Nordseewasser "weiter ab" als es bei mittlerem Niedrigwasser üblich ist. Dies erlebte der Kapitän des "Adler Express" jetzt bei seiner Fahrt von Wittdün nach Nordstrand. Kurz vor Erreichen des tiefen Fahrwassers der "Norderaue" fuhr sich sein Schiff bei ablaufendem Wasser an der Fahrwasserkante fest. Auch wenn sich der Kapitän im Interesse der mehr als 300 Passagiere diesem Schicksal nicht ergeben wollte und mit vehementen Einsatz des Wasserstrahlantriebs für Vortrieb sorgen wollte, kam das Ausflugsschiff nicht frei. Der "Adler" lag so ungünstig, dass das MS "Schleswig-Holstein" nicht passieren konnte. Daraufhin hat es Schützenhilfe gegeben. Durch den Wasserdruck der Voight-Schneider-Antriebe konnte der WDR-Kapitän dem Kollegen beim Freikommen helfen. Danach stand auch der Weiterfahrt der "Schleswig-Holstein" nach Wittdün nichts mehr im Weg. Reeder Sven Paulsen (Adler-Schiffe): "Dies ist der Dynamik des Wattenmeeres mit all seinen Begleiterscheinungen geschuldet."
Das Nadelöhr vor Wittdün wird sich mit jeder Schiffsladung von 2034 Kubikmetern Sand entschärfen lassen. Dafür muss sich die "Ijsseldelta" um das Hochwasser "herum" Richtung Fähranleger vorarbeiten. Durch den großen Tiefgang des Saugbaggers ist dies aber nur Stück für Stück und in tideabhängigen Schichten möglich.
Lust auf mehr? Das Nordfriesland Tageblatt jetzt
2 Wochen kostenlos testen.










