NORDFRIESLAND TAGEBLATT
SSW: Grenzregion verkehrspolitisch voranbringen
Nordfriesland. Die Fraktion des SSW in Nordfriesland wird im heutigen Kreistag - Beginn: 9.30 Uhr im Kreishaus in Husum - drei Anträge einbringen. Zum einen fordern die Abgeordneten eine Spätverbindung auf der Bahnstrecke Niebüll-Esbjerg und vor allem mit Blick auf den Tourismus und der im Dezember 2011 vereinbarten Kooperation zwischen Tondern, Esbjerg und Nordfriesland eine tägliche Direktverbindung zwischen Hamburg und Esbjerg. "Wir müssen uns aus der verkehrspolitischen Isolation befreien", betont Fraktionschef Ulrich Stellfeld-Petersen. Zurzeit sei es so, dass Fahrgäste aus Nordfriesland oder Esbjerg die sich in Hamburg aufhalten dort um 17.28 Uhr abfahren müssen, um nach Hause zu kommen. Stellfeld-Petersen: "Unser Antrag will erreichen, dass der von Esbjerg kommende letzte Zug nicht in Tondern wendet, sondern nach Niebüll 'durchgebunden' wird. Somit können Fahrgäste aus dem deutschen und dänischen Grenzgebiet mit dem letzten Zug von Niebüll um 22.07 Uhr fahren und nicht schon, wie bisher, um 20.06 Uhr."
Ein weiterer Antrag bezieht sich auf Konsequenzen durch die Bundeswehr-Reform: Allein in Nordfriesland sollen 1662 Dienstposten entfallen - im ganzen Land sind es 10 680. Die Reform betrifft zivile Bedienstete wie Soldaten. Der SSW möchte, dass der Kreistag die Landesregierung auffordert, Möglichkeiten zu schaffen, damit Bundeswehrbedienstete in öffentlichen Verwaltungen der Kommunen und des Landes beschäftigt werden können. "Dafür muss bis 2017 (Ende der Reform) regelmäßig der Bedarf in den Behörden ermittelt und zentral an eine Koordinierungsstelle des Landes gemeldet werden", so Stellfeld-Petersen. Für ihn und seine Fraktion geht es darum, ein Abwandern der Bediensteten samt Familien "möglichst klein zu halten".
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