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Profis und Laien auf einer Bühne
Langenhorn. Wenn heute Abend (19 Uhr) das weltbekannte Blechbläserensemble "Harmonic Brass" aus München mit 111 Musikern zwischen 8 und 80 Jahren ein Konzert in der St. Laurentius-Kirche zu Langenhorn gibt, liegen vier Tage harte Workshoparbeit hinter den Akteuren.
Klassenzimmer und Turnhalle der Friedrich-Paulsen-Schule waren von den Teilnehmern aus Deutschland und Österreich zu Probenräumen umfunktioniert worden. Einzeln oder in Gruppen fanden sich die Musiker zusammen, feilten und stellten im Team mit den Profis ihr Programm zusammen. Es wurde den Laien einiges an Einsatz abverlangt, aber es blieb auch genügend Zeit für Freizeitaktivitäten, betonte Organisator und Musiklehrer Ernst-August Autzen. Es wurden neue Kontakte geknüpft und Freundschaften aus früheren Workshops vertieft. Die herzliche Art der Profimusiker hätte gerade die Jugendlichen hoch motiviert, lobte Autzen. Sogar anspruchsvolle Werke seien mit gewisser Leichtigkeit eingeübt worden.
"Ich habe ganz viel gelernt", freut sich der achtjährige Niklas Freese. Er war der jüngste Teilnehmer und spielt sein Instrument, die Tuba, erst seit Jahresbeginn. Niklas ist aufgeregt, dass er heute in einem so großen Orchester mitspielen darf. Was zu Gehör gebracht wird, darf er nicht verraten. Doch ein wenig plauderte Hans Zellner, Trompeter bei "Harmonic Brass", aus: Der 'Irische Reisesegen', der Triumph-Marsch aus Verdis 'Aida' und von Richard Strauß 'Also sprach Zarathustra' werden dabei sein." Karten gibt es an der Abendkasse.
Was den Langenhorner Ernst-August Autzen jedes Jahr anspornt, den nächsten Workshop zu organisieren - diesmal war es bereits der achte - , ist die Tatsache, dass ihn viele Menschen aus dem Dorf und der Region tatkräftig unterstützen. "Jeden Nachmittag gab es Kuchen, gebacken von Frauen aus Langenhorn", nannte er ein Beispiel. Autzens Dank gilt auch Ehefrau Malena, die für Frühstück, Mittagessen und Abendbrot gesorgt hatte - eine logistische Herausforderung, wie ihr Mann weiß.
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