NORDFRIESLAND TAGEBLATT
Deutsche und dänische Jugendbands rocken den Knivsberg
Das Konzert beim Jugend-Musik-Festival auf dem Knivsberg begann gestern Abend um 17 Uhr. Dem Konzert vorangegangen waren aber viele Stunden mit Einspielen, -singen und Toncheck (Fotos). Foto: Fotos: Karin Riggelsen
Knivsberg. "Als wir durch die Zeitung von dem Wettbewerb auf dem Knivsberg erfuhren, haben wir keine Sekunde gezögert und uns sofort angemeldet", erzählen die Musiker von "Warm Tape" aus Flensburg, eine der teilnehmenden Bands beim "Jugend-Musik-Festival" auf dem Knivsberg. Bands aus dem gesamten Grenzland stellten sich dem begeisterten Publikum.
"Es geht uns, der Bildungsstätte Jugendhof Knivsberg, darum, Jugendlichen aus Nordschleswig und aus Schleswig-Holstein, die Musik machen und lieben, eine Plattform zu bieten, um sich hier austauschen zu können, Kontakte zu knüpfen und ihrer Leidenschaft, der Musik, nachgehen zu können", antwortet Jugendhofleiter Heiko Frost auf die Frage, was der Grund für die Entstehung und die jährliche Ausrichtung dieser Veranstaltung ist. Mit dem Festival sprechen die Organisatoren junge Musiker aus Nordschleswig und auch aus Schleswig-Holstein an.
Außerdem bekommt jeder Musiker, jedes Duo und jede Band einen kostenlosen Livemitschnitt des Auftrittes beim Abschlusskonzert am Abend. Die beste Band wird zum Abschluss durch eine Jury, die vor dem Festival streng geheim gehalten wurde, prämiert. Sie qualifiziert sich somit für das "Knivsberg-Jugendrockfestival", das am 18. Juni stattfindet.
Die fünf Jungs von "Warm Tape" im Alter von 16 bis 18 Jahren besuchen allesamt die 11. Klasse der dänischen Duborg-Skolen in Flensburg. Musik ist für die Fünf die Leidenschaft schlechthin. "Wir lieben es, Musik zu machen und vor Pub likum aufzutreten", sagt Lennart Krasa, Frontmann der Band. "Wir hatten zwar schon mehrere Auftritte im Volksbad in Flensburg und auch in Husum und in Hamburg spielen wir dieses Jahr, jedoch kann man sich immer und überall weiterentwickeln, und da ist so ein Musikfestival eine klasse Sache."
Weitere Gründe für die Teilnahme von "Warm Tape" sind die Chance auf das "Knivsberg-Jugendrockfestival" und die Aufnahme einer eigenen CD. Unter anderem durch Michael Schulte, einer der Finalisten der TV-Sendung "The Voice of Germany", der einst auch auf dem Knivsberg spielte, ist das Interesse an der Veranstaltung gestiegen. Die Band bezeichnet ihren Musikstil selbst als "experimentellen Funk-Rock" und versucht damit, das Publikum zu begeistern.
Mit den Jahren hat sich das Festival zu einer regelrechten Instanz in Nordschleswig entwickelt und findet jedes Jahr aufs neue großen Zuspruch. "Vor allem darauf, dass Bands sowohl aus Dänemark als auch aus Deutschland antreten, bin ich und sind wir sehr stolz", erzählt Heiko Frost, der zusammen mit seinem Team des Jugendhofes, die deutsch-dänische Zusammenarbeit gerade in Bezug auf Jugendliche sehr stark fördert. "Wir als Bildungsstätte haben die Möglichkeit, grenzüberschreitend junge Musiker zusammenzuführen.
"Dies ist eines der Ziele, die mit einer solchen Veranstaltung wie diesem Festival erreicht werden sollen, und bis jetzt können wir sagen, dass wir unser Vorhaben gut umgesetzt haben", fügt Frost hinzu und blickt zufrieden drein.
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