NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
"Energiewende braucht jetzt viel Sachkompetenz"
Itzehoe. Neue dezentrale Energieerzeugungs-Strukturen stellen veränderte Herausforderungen an die Einspeisung ins Stromnetz. Aus diesem Grund besuchte Bernd Voß, Landtagsabgeordneter der Grünen, aus der Wilstermarsch die Firma M.O.E. GmbH im IZET. Im Mittelpunkt des Treffens: die Entwicklung in den ersten Geschäftsjahren in Itzehoe.
Die Mitarbeiter des Unternehmens blicken auf langjährige Erfahrungen in der Netzintegration und der Zertifizierung im Bereich Erneuerbare Energien zurück. Michael Voß, Justiziar bei M.O.E., berichtete, dass das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit auf 30 Mitarbeiter angewachsen sei. "Damit bleiben wesentliche in der Region gewachsene Kompetenzen in Sachen Windkraft auch hier angesiedelt", stellt Bernd Voß fest.
Michael Voß informierte den Landtagsabgeordneten über die verschiedenen Aufgaben eines Zertifizierers. Insbesondere kümmert sich das Unternehmen um die technische Zertifizierung der Netzanbindung von Windenergieanlagen, Photovoltaik und Biomasse. Als Justiziar ist es seine Aufgabe, das Unternehmen durch "das Dickicht der Richtlinien, Rechtsverordnungen und die Netzanschlussregeln" zu führen. "Wenn nur eine einzige Bestimmung übersehen wird, bekommt der Betreiber eines Windparks nicht den Systemdienstleistungsbonus", erklärt Michael Voß.
Um die Kunden immer wieder über die aktuellen Fristen und die neuen Regelungen informieren zu können, bedarf es guter Vernetzung mit den wichtigsten Gremien, die an der Abstimmung von technischen Regelwerken beteiligt sind. Die Zertifikate können so frühzeitig erstellt werden, dass der Betreiber damit schon in die Verhandlungen um die Investitionssumme gehen kann. "So wird durch die M.O.E. GmbH für den Ausbau der erneuerbaren Energien ein wichtiger Beitrag für die Netzsicherheit und die Investitionssicherheit geleistet", sagt Bernd Voß.
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