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Feuerwehr klagt: Ehrenamt mit zu vielen Einsätzen völlig überlastet
Elmshorn. Die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn braucht tagsüber hauptamtliche Kräfte. Dies hat Wehrführer Stefan Mohr während der Jahresversammlung der Brandbekämpfer gefordert. "Wir müssen und wir werden Gespräche führen, dass am Tage die Wache mit einer Anzahl hauptamtlicher Kräfte besetzt ist, so dass die freiwilligen Mitglieder wirklich nur dann gerufen werden, wenn sie gebraucht werden", sagte Mohr in Anbetracht der Rekordzahl von 460 Einsätzen im vergangenen Jahr. "Dann, und nur dann können wir die Belastungen für den Einzelnen auf ein erträgliches Maß zurückführen." Er habe seine Zweifel, dass diese Belastung noch rein ehrenamtlich tragbar ist.
Unter den Einsätzen des vergangenen Jahres sind laut seinem Jahresbericht weit mehr als 100 Alarme während der Arbeitszeit gewesen, die mit der Besatzung eines Fahrzeugs gefahren wurden. Dazu zählte der Chef von aktuell 111 aktiven Frauen und Männern unter anderem Türöffnungen für den Rettungsdienst, Kontrolle von Rauchwarnmeldern und kleinere Feuer wie Pkw- oder Containerbrände. Besonders davon will Mohr seine Kameraden mit Rücksicht auf deren Beruf befreit sehen, denn nach seiner Einschätzung werde die Zahl der Einsätze aufgrund der vorhergesagten Wetterextreme weiter steigen. Bürgermeisterin Brigitte Fronzek hatte Mohrs Warnung und Mahnung wohl verstanden. Sie sei sich sicher, dass "wir eine gute Lösung" finden werden. Die Nachtstunden nahm sie ausdrücklich aus. "Es ist mir sehr ernst zu sagen, dass 460 Einsätze im Jahr für eine Freiwillige Feuerwehr eigentlich zu viel sind", ergänzte sie.
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