NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
Wacken
Heavy-Metal-Anstrich für alten Turm
Vom kühlen Grün-Weiß in sattes Schwarz: Der altehrwürdige Raiffeisenturm in Wacken wurde 50 Tage lang neu gestaltet. Foto: Hinz
Wacken. Schon von weitem ist er zu sehen, und er ist ein geeigneter Orientierungspunkt, wenn man sich auf dem kilometerweiten Festivalgelände des Wacken Open Airs verlaufen hat: Der "Raiffeisenturm" in Wacken ist neben der Kirche ein Wahrzeichen des Ortes. Nun hat er ein neues Outfit - vom Raiffeisen Grün-Weiß in Wacken-Schwarz.
Um dem bislang weißen, mit grüner Schrift versehenen Turm während des Festivals einen metaltechnischen Bezug zu verleihen, musste er in den vergangenen Jahren immer mit einer großen schwarzen Plane mit WOA-Bullenkopf verhängt werden, die beleuchtet und hinterher wieder abgenommen wurde. "Das Banner mit einem Hubsteiger aufzuhängen, hat jedes Mal eineinhalb Tage in Anspruch genommen", schildert Marc Loewe, bei "ICS" zuständig für die Festivalproduktion. So kam die Idee auf, ihn gänzlich schwarz anzumalen. Und der betagte Riese habe ohnehin saniert werden müssen, denn in den zurück liegenden Jahrzehnten war der Turm den Witterungsverhältnissen ausgesetzt, wodurch in Anstrich und Mauerwerk bereits zahlreiche Risse zu sehen waren.
Abstimmung unter den Dorfbewohnern
Der Besitzer, dem auch Gelände und Lager gehören, wohnt direkt am Office und verwaltet Grundstück, die "ICS" ist dort Mieter. Nachdem es in den vergangenen Jahren noch an Formalien gehakt hatte, konnten diese nun erfüllt werden. "Da eine Umgestaltung ins Ortsbild eingreift, haben wir in diesem Jahr eine Abstimmung der Dorfbewohner durchgeführt", so Marc Loewe. Erst als diese sich mehrheitlich dafür aussprachen, konnte es los gehen. "Als wir die Anträge gestellt haben, wurde das relativ schnell genehmigt."
Der schlanke Riese ist ohne Dach 35 Meter, mit Dach 41 Meter hoch. Deshalb dauerte es satte 50 Tage, bis ein Unternehmen das gute Stück seit Ende Mai restaurierte. Dazu wurde der gesamte Turm auf voller Höhe eingerüstet. Und er wurde wetterfest gemacht, Löcher wurden ausbessert, Risse geschlossen. Nach einer Vorlage wurde er dann an allen Seiten mit dem Wacken-Logo angestrichen. Den Fortschritt konnten die Wacken-Fans via Internet verfolgen.
Umgestaltung mit Tagebuch und Webcam
Zu diesem Zweck haben die Initiatoren von der Veranstalterfirma "ICS" um die Wackengründer Holger Hübner und Thomas Jensen auf dem Gelände eine Webcam installiert, welche halbstündlich ein neues Bild vom Fortschritt der Arbeiten aufnahm. Zusätzlich gab es das Ganze noch einmal in Form eines Tagebuches, in dem die Fortschritte erläutert wurden.
Im Zuge dieser Renovierung wurde auch das WOA Info Office in der Hauptstraße neu gestaltet, erhielt neue Fenster, und der Innenbereich wurde erweitert. Der Bullenkopf, der vorher über dem Durchgang zum VIP-Bereich thronte, war von Holzkünstler Holger Baer aus Schefflenz in einem ganzen Stück aus Holz hergestellt worden. Er wurde nach dem Festival im vergangenen Jahr über dem Office-Eingang installiert.
Zu lesen ist auf dem Turm nun über und unter dem Bullenkopf (dem Wahrzeichen des Festivals) der Spruch, den die Wacken-Fans aus aller Welt wohl sofort unterschreiben würden: "Freu Dich, Du bist in Wacken", auch in englischer Sprache: "Be happy, you are in Wacken".
See you in Wacken - rain or shine!
Die Musik ist zwar nicht meine, aber das hier ist absolut klasse gemacht. Sollte Schule machen.
Heavy-Metal hat den Platz der Banken eingenommen ..
jedenfalls schon mal ein Anfang .. rein optisch, versteht sich ^^
cool!
IHallo Ihr Wackener! Ihr habt den meisten Zeitgenossen etwas voraus!!! Weltoffenheit, Toleranz, Lebensfreude -das hat nicht zuletzt der Film über Euch gezeigt. Und Gemeinschaftsgefühl, das hat Eure Abstimmung gezeigt. Fast jede Gemeinde in Deutschland darf Euch beneiden!
MATTHIAS FICHTNER 17.07.2012 20:54
(Neues Wahrzeichen.
IHallo Ihr Wackener! Ihr habt den meisten Zeitgenossen etwas voraus!!! Weltoffenheit, Toleranz, Lebensfreude -das hat nicht zuletzt der Film über Euch gezeigt. Und Gemeinschaftsgefühl, das hat Eure Abstimmung gezeigt. Fast jede Gemeinde in Deutschland darf Euch beneiden!)
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