NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
Stahlkästen gehoben - Meilenstein für Brücke
Schwerstarbeit: 500-Tonnen-Kräne hieven die Stahlhohlkästen auf die Betonpfeiler der Vorlandbrücke-Nord.
Itzehoe. Es geht wieder voran an der Störbrücke. Und zwar deutlich sichtbar: Schweres Gerät rückte an, um in Angriff zu nehmen, was Niederlassungsleiter Kai-Uwe Schacht vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr "einen weiteren Meilenstein beim Bau dieses neuen Brückenbauwerks" nennt. Sonnabend wurde der erste Stahlhohlkasten auf die Pfeiler der Vorlandbrücke-Nord gehievt.
Auch gestern wurde gearbeitet, heute und morgen geht es weiter - dann sollen die ersten vier Hohlkästen an ihrer richtigen Position sein. "Dieser Vorgang wiederholt sich voraussichtlich ab 17. Dezember mit ebenfalls vier Hohlkästen an der Vorlandbrücke-Süd", erklärt Schacht. Unmittelbar danach sollen auf den Vormontageplätzen weitere zehn Kästen zusammengeschweißt werden. Diese werden im Februar/März in die endgültige Lage gebracht.
Die Stahlhohlkästen wiegen bis zu 350 Tonnen. "Jeder ist etwa 60 Meter lang und überbrückt jeweils ein Brückenfeld zwischen zwei Betonpfeilern", erklärt Schacht. Um die Kolosse auf die 16 bis 18 Meter hohen Betonpfeiler zu hieven, werden zwei 500-Tonnen-Kräne gebraucht.
Am Sonnabend wurden die Kästen mit Schwerlastfahrzeugen zur Baustelle gebracht, um 9 Uhr wurden die Kräne aufgebaut. Bis zur Mittagszeit sollte der erste Kasten auf den Pfeilern sitzen. Das klappte nicht ganz. Es gab Verzögerungen, weil zunächst der Untergrund nicht stabil genug war und die Kräne besser abgestützt werden mussten. Doch gegen 15 Uhr war alles im Lot.
Spektakuläre Arbeiten - und Kai-Uwe Schacht weiß, dass diese gerne von Zaungästen verfolgt werden. Doch gerade angesichts der Gewichte betont er: "Zuschauer werden gebeten, die Absperrungen und Verbotsschilder unbedingt zu beachten."
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